Anästhesie

Anästhesie/operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Das Team wird geleitet von Chefarzt Axel Tietmann. Es besteht aus sehr erfahrenen Fachärzten für Anästhesie und aus Pflegekräften mit langjähriger Berufserfahrung und Fachausbildung für Anästhesie- und Intensivpflege. Die medizinisch-technische Ausstattung entspricht allen heutigen Anforderungen und wird immer wieder den neuesten Entwicklungen angepasst. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen ist unser Team immer „up-to-date“ und so können wir alle modernen Behandlungsverfahren sicher und schonend ausführen.

Wir betreuen Sie

  • vor
  • während
  • nach einer Operation
  • sowie operierte oder verletzte Personen, die einer Intesivtherapie bedürfen

Vor der Operation

Beratung und Untersuchung:
Bitte bringen Sie zu diesem Termin alle wichtigen Unterlagen mit (ausgefüllter Fragebogen, aktueller Medikamentenplan, Arzt- und Krankenhausberichte, Notfall-, Allergie-, Blutgruppen-, Schrittmacher-/Defi-, Anästhesie-Pass etc.).

Am Tag vor der Operation – oft auch einige Tage vorher – findet ein ausführliches Gespräch und eine Untersuchung durch den Anästhesisten statt. Er berät Sie, und schlägt Ihnen das für Sie geeignete Narkose-/ Betäubungsverfahren vor und veranlasst, falls erforderlich, weitere Untersuchungen. Oft ist es eine Allgemeinanästhesie – auch „Vollnarkose“ genannt. Hier wird durch Medikamente ein schlafähnlicher und schmerzfreier Zustand herbeigeführt und sehr sorgfältig kontrolliert. Auch die Regionalanästhesie, bei der nur einzelne Körperregionen betäubt werden, ermöglicht, schmerzfrei und sicher Operationen durchzuführen. Bei bestimmten Operationen ist eine Kombination aus Narkose und Regionalanästhesie sinnvoll. Ebenfalls besprechen wir die verschiedenen Möglichkeiten der Schmerzbehandlung nach der Operation.

Am OP-TAG

Auf Ihrer Station werden die OP-Vorbereitungen durchgeführt, auch das OP-Gebiet wird markiert. An der Tür zum OP-Bereich werden Sie von unserem Anästhesie-Pflegeteam empfangen. Hier erfolgt der erste Sicherheits-Check:
Wir übernehmen vom Pflege-Personal Ihrer Station alle Informationen und Unterlagen, die wir noch einmal sorgfältig überprüfen. Im Behandlungsraum der Anästhesie bekommen Sie eine Infusion, alle Überwachungsgeräte werden angeschlossen, auch Ihr Anästhesist überprüft noch einmal die Unterlagen und dann beginnen wir mit der Narkose / Betäubung. Im OP-Saal erfolgt unmittelbar vor OP-Beginn der zweite Sicherheits-Check: Jetzt überprüfen Operateur, Anästhesist und OP-Pflegekraft gemeinsam alle wichtigen Patienten- und OP-Daten. Erst danach beginnt die Operation.
Während der Operation kontrollieren wir ständig sehr sorgfältig Schmerzfreiheit, Atmung, Herz und Kreislauf. Die Narkosetiefe wird – auch mit Analyse der Hirnaktivität (EEG) – überwacht. Wir wärmen Sie und halten die Körpertemperatur konstant. Falls erforderlich, kommen auch blutsparende Verfahren zum Einsatz.

Kurz vor OP-Ende erfolgt der dritte Sicherheitscheck:
Alle verwendeten Materialien, OP-Besteck und Tupfer werden auf Vollzähligkeit geprüft. Dann wird die Wunde verschlossen und ein Verband angelegt. Erst jetzt beenden wir die Narkose.

Aufwachraum

Nach dem Ende der Operation setzen wir die Behandlung und Überwachung im Aufwachraum fort. Nach Beendigung einer Narkose erwachen Sie hier schonend bereits nach wenigen Minuten. Wurde eine Körperregion betäubt, kontrollieren wir hier das Abklingen der Betäubung. Wir überwachen sorgfältig Atmung, Herz, Kreislauf, Wachheit und kontrollieren behandelnd Schmerzen. Bei jedem Patienten ordnen wir eine individuelle Schmerzbehandlung an, die auch auf der Station fortgesetzt wird. Wenn Sie sich erholt haben, werden Sie zurück zur Station verlegt.

Schmerztherapie

Noch im OP wird die Behandlung nach unserem „Schmerzkonzept“ angeordnet und auf der Station durchgeführt. Die Schmerzbehandlung kann bei bestimmten Operationen (z.B. größere Knie- und Bauch-Operationen) durch eine kontinuierliche Regionalanästhesie erfolgen. Hierzu wird unmittelbar vor der Operation ein Katheter (sehr dünner Schlauch) in der Nähe von Nerven platziert. Schmerzmittel können so während und nach der Operation gezielt zugeführt werden. Auch bei der Behandlung chronischer Schmerzen können Anästhesisten im Behandlungsteam mitwirken. Häufig werden verschiedene Therapiemethoden kombiniert, auch Akupunktur kommt zur Anwendung.

Intensivstation

Eine intensive und komplexe Therapie nach großen Operationen wird auf der Intensivstation durchgeführt. Das speziell ausgebildete Personal kann alle erforderlichen Medikamente, Geräte und Maßnahmen zur Therapie sehr schwerer und lebensbedrohlicher Erkrankungen und Verletzungen einsetzen. Mit modernen Geräten wird der Zustand des Patienten und der Krankheitsverlauf lückenlos überwacht.

Patient Blood Management PBM

Ein bestehender Blutmangel erhöht das Narkoserisiko und beeinträchtigt den Heilungsverlauf nach Operationen. Bei planbaren Eingriffen mit vorhersehbar größerem Blutverlust (z.B. Knie- und Hüftgelenksersatz) bestimmen wir deshalb schon vor der Vergabe des OP-Termins die entsprechenden Blutwerte. So können wir in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt eine mögliche Behandlung rechtzeitig vor der Aufnahme in das Sankt Josef-Hospital durchführen. Auch während und unmittelbar nach der Operation führen wir blutsparende Maßnahmen durch. Blut aus der OP-Wunde wird steril gesammelt und kann nach entsprechender Aufbereitung wieder zugeführt werden. Mit diesen Maßnahmen konnten wir bereits die Anzahl der Blutkonserven aus Blutbanken deutlich senken. So reduzieren wir das Risiko der Krankheitsübertragung durch Blutkonserven.

Zusätzliche Angaben nach Teledienstgesetz:
* In diesem Land wurde die Berufsbezeichnung verliehen.
Ärztekammer: Ärztekammer Nordrhein
Kassenärztliche Vereinigung: Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Berufsordnung: Berufsordnung der Ärztekammer Nordrhein

Anästhesie

Chefarzt:
Axel Tietmann (Deutschland*)
Facharzt für Anästhesiologie

Oberärzte:

  • Dr. med. Uwe Jansen (Deutschland*)
    Arzt für Anästhesiologie
  • Herbert Ploenes (Deutschland*)
    Arzt für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen
  • Dr. med. Martin Scharbert (Deutschland*)
    Facharzt für Anästhesiologie

Weiterbildungszeiten:

18 Monate Weiterbildung Anästhesiologie