Weiterbildungskonzepte
Innere Medizin
Dr. med. U. Meder
Tel. : (0 28 01) 710-120 Leitender Arzt der Inneren Abteilung
Fax : (0 28 01) 710- 469
http//www.sankt-josef-hospital.de
Sprechstunde:
Montag, Dienstag, Mittwoch 9:00 bis 10:00 Uhr
Donnerstag, Freitag 10:00 bis 11:00 Uhr
und nach Vereinbarung
N o t f a l l b e h a n d l u n g j e d e
r z e i t
Öffnungszeiten des Sekretariates:
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 8:00 bis 12:30 Uhr
14:30 bis 16:30 Uhr
Freitag 8:00 bis 15:00 Uhr
23. Juni 2009 / Strukturierte Fort- und
Weiterbildung in der Hauptabteilung für Innere Medizin am
Sankt- Josef Hospital Xanten
Bei der Hauptabteilung für Innere Medizin handelt es sich um
eine allgemeininternistische Abteilung, in der Erkrankungen des
gesamten internistischen Spektrums abgebildet sind.
Dies ist ein Vorteil, vor allem für jüngere
Assistenzärzte und Ärzte in
Fort- und Weiterbildung, die im Rahmen ihrer stationären
Tätigkeit, aber auch im begleitenden Erlernen der
diagnostischen Möglichkeiten der Inneren Medizin, eine
umfassende und breite Aneignung von internistischem Wissen erfahren.
Aufgrund der Größe der Abteilung mit einem
Arztschlüssel von 1-2-5, besteht eine sehr enge Zusammenarbeit
zwischen der chefärztlich-oberärztlichen Ebene und
der Assistentenebene mit flachen Hierarchien und einem intensiven
Erfahrungsaustausch, sowohl was die Aneignung diagnostischer Massnahmen
angeht, aber auch im Therapiemanagement auf der Station.
Unsere Abteilung bietet somit gerade jungen Ärzten eine breit
gefächerte internistische Ausbildung ohne ein zu
frühes Festlegen auf eine Subspezifizierung.
Andererseits hilft es ihm seine persönlichen Stärken
und Vorlieben herauszufinden und für eine spätere
Spezialisierung zu nutzen.
Der Chefarzt der inneren Abteilung verfügt über die
volle Basisweiterbildung in der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin.
Es besteht die Möglichkeit einer intensivmedizinischen und
notfallmedizinischen Ausbildung auf unserer interdisziplinären
Intensivstation. Die Weiterbildung zum Facharzt für
Allgemeinmedizin ist in Kooperation mit der chirurgischen Abteilung und
den vor Ort befindlichen Arztpraxen möglich. In der
geriatrischen Abteilung unseres Hauses besteht die volle
Weiterbildungsmöglichkeit zur Zusatzbezeichnung "klinische
Geriatrie". In Kooperation mit anderen Krankenhäusern der
Region sind Subspezifizierungen für Kardiologie,
Gastroenterologie und Pneumologie sowie Nephrologie möglich.
Strukturierte Weiterbildung - Innere Medizin
und Allgemeinmedizin
Die Weiterbildung der Assistenten verfolgt 3 Ziele:
- Schaffung einer fundierten theoretischen
Wissensbasis
- Vermittlung klinischer
Fähigkeiten
- Anamneseerhebung
- Körperliche Untersuchung
- Erstellung von Differentialdiagnosen
anhand vorliegender Untersuchungsbefunde und der Anamnese
- Erlernen von diagnostischen und
therapeutischen Algorithmen unter Berücksichtigung der
hausinternen Standards.
- Durchführung effektiver und
patientenorientierter Visiten mit Festlegung einer Diagnose- und
Therapiestrategie
- Erlernen einer übersichtlichen
und effektiven Führung der Patientenkurve.
- Emphatischer und professioneller Umgang
mit den Patienten und seinen Angehörigen.
- Freundlicher und professioneller Umgang
mit den Ärztlichen Kollegen und dem Pflegepersonal.
- Zeitgerechte Abfassung sinnhafter
Arztbriefe
- Erlernen der relevanten internistischen
Untersuchungsmethoden in dem jeweils dafür vorgesehenen
Zeitfenster
Am Anfang der Ausbildung steht
die strukturierte Einarbeitung und kontinuierliche Betreuung des
Weiterzubildenden.
In der Einarbeitungsphase wird die Assistenzärztin bzw. der
Assistenzarzt
entsprechend der Vorkenntnisse und Erfahrungen unter Anleitung und
Begleitung eines erfahrenen Assistenzarztes in die Stationsarbeit
eingeführt und danach zunehmend selbständig
tätig. Dies geschieht unter einem ständigen Feedback
der oberärztlichen- und chefärztlichen Kollegen,
sowohl bei den täglich stattfindenden Früh- und
Nachmittagsbesprechungen, als auch durch die jederzeit
mögliche persönliche Rücksprache.
Ein erfahrener Assistenzarzt steht ihnen gleichzeitig, gerade in der
Anfangszeit, als persönlicher Mentor, nicht nur in fachlicher
Hinsicht ,
sondern auch bei organisatorischen Fragen zur Seite.
Die Teilnahme an den Bereitschaftsdiensten erfolgt nach einer
Einarbeitungszeit, je nach fachlicher Qualifikation von zwei bis drei
Monaten. Die Teilnahme an Notarztdiensten erfolgt nach Erlangung der
fachlichen Qualifikation.
Die Ausbildung erfolgt in der Arbeitszeit. Überstunden werden
ausgeglichen.
Neu aufgenommene Patienten werden in der Früh- oder
Nachmittagsbesprechung am Aufnahmetag im Team mit den
Chefärzten, Oberärzten und Assistenzärzten
besprochen.
Eine gemeinsame Visite mit dem Oberarzt und dem Chefarzt findet pro
Station jeweils einmal pro Woche statt und dient in erster Linie dem
kollegialen Gespräch von Arzt zu Arzt bei Fragen der
Diagnostik und Behandlung.
Nach anfänglicher Anleitung beginnt der Auszubildende auch mit
dem Verfassen von Arztberichten, die durch Oberarzt und Chefarzt
gegengelesen und auf mögliche sachliche Mängel
überprüft werden, bei Bedarf auch miteinander
besprochen werden.
Die leitenden Ärzte der Abteilung sehen eine wichtige Aufgabe
darin,
Patientenorientierung sowie den freundlichen und professionellen Umgang
mit Ärztlichen Kollegen und Pflegepersonal vorzuleben und
durch eine kollegiale offene Atmosphäre die Voraussetzung
dafür zu schaffen.
Nach ca. 3 Monaten und in der Folge alle 6 Monate erfolgt ein
Gespräch über
den Stand der Weiterbildung, das vom Weiterbilder und Weiterzubildenden
beurteilt wird. Bestehende Defizite werden aufgezeigt und
Verbesserungsvorschläge gemacht. Dabei werden die
Ausbildungsziele
überprüfbar definiert und dokumentiert.
Fortbildungsmöglichkeiten
Ein wichtiger Faktor der klinischen Weiterbildung ist die
Möglichkeit einer
regelmäßigen, berufsbegleitenden Fortbildung. Sie
betrifft sowohl interne
als auch externe Fortbildungsmöglichkeiten.
Interne Fortbildungsmöglichkeiten erfolgen in der Abteilung
für Innere
Medizin als abteilungsinterne Ärztliche Fortbildungen. Dabei
wird großen
Wert darauf gelegt, dass auch die auszubildenden Ärztlichen
Kollegen als
Vortragende in den Ausbildungsprozess einbezogen werden.
Darüber hinaus bietet das Krankenhaus allen Mitarbeitern
interne
Fortbildungsmöglichkeiten , die in einem
halbjährlichen Fortbildungskalender veröffentlicht
werden.
Externe Fortbildungen werden durch Gewährung von
Fortbildungsurlauben und auch finanziell unterstützt.
Komplett vergolten werden dabei Strahlenschutzkurse, Notarztkurse,
Sonographiekurse, Echokardiographiekurse und endoskopische Kurse.
An allen Arztplätzen ist ein Internetzugang frei geschaltet
über den
Recherchen möglich sind.
Erlernen der relevanten internistischen
Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden
Grundsätzlich wird der Weiterbildungsbedarf bei jedem
Assistenzarzt
entsprechend seines Ausbildungsstandes individuell festgelegt und
daraus
folgende Weiterbildungsziele individuell erarbeitet.
Untersuchungsverfahren wie Sonographie und Endoskopie werden
zunächst unter Anleitung eines erfahrenden Kollegen
erarbeitet. Die so gewonnenen
Grundlagen können insbesondere bei den sonographischen
Untersuchung durch einen anerkannten Kurs vertieft werden. Dazu werden
die Auszubildenden vom Arbeitgeber freigestellt , die
Kursgebühr vom Arbeitgeber übernommen.
Unabhängig davon gilt als Richtschnur für die
internistisch -
allgemeinmedizinische Ausbildung ein strukturierter Weiterbildungsplan,
der
das Kurrikulum für die internistische Weiterbildung
vollständig
berücksichtigt.
Einarbeitung
Die Einarbeitszeit eines jeden Assistenzarztes beträgt je nach
Qualifikation und Ausbildungsstand 2 bis 3 Monate. Während der
Einarbeitungsphase steht
dem Auszubildenden ein Mentor für organisatorische und
medizinische Fragen zur Verfügung. Die Einarbeitungszeit
erfolgt in enger Anbindung und in Kooperation mit dem Chefarzt und den
Oberärzten.
Während der Einarbeitungszeit nimmt der Auszubildende nicht
selbständig an
den Bereitschaftsdiensten teil.
Über den gesamten Zeitraum von 3
Jahren nach Einarbeitung:
- Führung und Dokumentation von
patientenbezogenen
Krankengeschichten einschließlich Therapieplanung unter
oberärztlicher und chefärztlicher Aufsicht auf der
Station.
- Durchführung und Befundung von
Elektrokardiogrammen, darunter auch mit definierter Belastung.
- Durchführung und Befundung von
Langzeit-Elektrokardiogrammen.
- Durchführung und Befundung von
Langzeit-Blutdruckmessungen.
- Durchführung und Befundung von
spirometrischen und bodyplethysmographischen Untersuchungen der
Lungenfunktion einschließlich Analyse der Blutgase und des
Säurebasenhaushaltes.
- Eine entsprechende
Fortbildungsveranstaltung zur Lungenfunktion -, Bodypleythsmographie
und CO-Diffusionsmessung sollte diesbzgl. im ersten Jahr der
Weiterbildung erfolgen.
- B-Mode-Sonographien des Abdomens des
Retroperitoneums und des
Urogenitaltraktes sowie der Schilddrüse. Eine entsprechende
Fortbildungsveranstaltung diesbezüglich sollte im 1. und 2.
Jahr erfolgen.
Im 1. Jahr der Weiterbildung:
- Einfache endotracheale Intubation im
Rahmen des Erwerbs der Fachkunde Rettungsdienst in der
anästhesiologischen Abteilung.
- Fortbildungsveranstaltungen für
den theoretischen Teil des Arztes im Rettungsdienst.
- Die für die Erlangung der
Fachkunde Rettungsdienst notwendige Begleitung von Notärzten
ist am Krankenhaus , bei Bedarf aber auch an
größeren Rettungszentren möglich. Dazu
erfolgt eine Freistellung vom Dienst durch den Arbeitgeber.
- Der Erwerb der Fachkunde Strahlenschutz
(Notfalldiagnostik) mit den 3 Komponenten : Einführungskurs,
Grundkurs und Spezialkurs.
Im 2. Jahr der Weiterbildung:
- Durchführung und Befundung von
Echokardiographien im B-Mode-Verfahren sowie im Doppler und
Duplexverfahren. Eine entsprechende Fortbildungsveranstaltung
diesbezüglich sollte im 2. oder 3. Jahr der Ausbildung
erfolgen.
- Selbständige
Durchführung und makroskopische Befundung von Punktionen und
Biopsien aus Blase, Pleurahöhle und Bauchhöhle sowie
Liquorraum, Knochenmark, einschließlich Knochenstanzen.
- Zentralvenöse Katheterisierung
sowie arterielle Kanülierungen und Punktionen auf der
Intensivstation unseres Hauses.
Im 3. Jahr der Weiterbildung:
- Durchführung und Befundung von
Oesophago-Gastro-Duodenoskopien, eine entsprechende
- Fortbidungsveranstaltung sollte im 3.
Fortbildungsjahr erfolgen.
- Mitwirkung an der Anlage von percutanen
endoskopischen Gastrostomien
- Einführung in die Koloskopie und
Bronchoskopie.
Eine Änderung der Reihenfolge und Gewichtung der
entsprechenden
Ausbildungsinhalte ist nach Absprache möglich. Der
selbständigen
Durchführung und Befundung geht eine ausführliche
Anleitung durch die
Chefärzte und Oberärzte der Abteilungen voraus.
Weiterbildungsangebot der Abteilung Geriatrie und
Früh-Rehabilitation für Assistenzärztinnen
und Ärzte
Aufgrund des
breiten Spektrums der in der geriatrischen Abteilung behandelten
Erkrankungen nicht nur aus dem internistischen, sondern auch aus dem
chirurgischen und neurologischen Fachgebiet bietet sich den
in Ausbildung befindlichen Ärzte/innen die
Möglichkeit, ein breites Spektrum verschiedener akuter und
chronischer Krankheitsbilder kennen zu lernen, einschließlich
differentialdiagnostischer und therapeutischer Aspekte. Die Geriatrie
verbindet dabei die engeren medizinischen Fragestellungen in idealer
Weise mit ganzheitlichen Aspekten, die Fragen wie die soziale Situation
des Betroffenen, psychosoziale Faktoren seiner Krankheit oder auch
palliativmedizinische Gesichtspunkte umfassen. Dabei profitieren die
Weiterzubildenden wesentlich von der Zusammenarbeit im Team mit anderen
Professionen wie Krankengymnastik, Ergotherapie, Sozialarbeitern oder
Psychologen, welche aus ihrem Fachgebiet wesentliche Beiträge
zu einer umfassenden Diagnostik und Therapie beisteuern. In diesem
Sinne ist der Geriater sowohl der Allgemeinmediziner des
Krankenhauses als auch ein Internist mit erweiterter klinischer
Perspektive. Der Chefarzt
der Geriatrischen Abteilung hat sowohl die Weiterbildungsbefugnis zur Basisweiterbildung in der Inneren Medizin/Allgemeinmedizin
als auch für die Zusatzbezeichnung klinische
Geriatrie(volle
Weiterbildung). Durch die Kooperation mit der Inneren Abteilung des
Krankenhauses besteht die Möglichkeit einer
intensivmedizinschen bzw. notfallmedizinischen Ausbildung. Die
Weiterbildung Allgemeinmedizin ist darüber hinaus in
Kooperation mit der chirurgischen Abteilung und einer Arztpraxis am Ort
möglich.
Strukturierte
Weiterbildung Innere Medizin/Allgemeinmedizin
Die
Weiterbildung der Assistenten verfolgt im wesentlichen drei Ziele:
- Schaffung einer
fundierten theoretischen Wissensbasis
- Vermittlung
klinischer Fähigkeiten hinsichtlich
Anamneseerhebung
- Körperlicher
Untersuchung
-
Geriatrietypischen Aspekten von Diagnostik und Therapie
- Durchführung
des geriatrischen Assessments
- Erstellung von
Differentialdiagnosen
- Erlernen von
diagnostischen und therapeutischen Algorithmen
- Durchführung
effektiver und patientenorientierter Visiten
- Erlernen einer
übersichtlichen und effektiven Führung der
Patientenkurve
- Empathischer
und professioneller Umgang mit dem Patienten und seinen
Angehörigen
- Freundlicher
und professioneller Umgang mit Ärztlichen Kollegen und dem
Pflegepersonal
- Abfassung
sinnhafter Arztbriefe
- Erlernen
der relevanten internistischen Untersuchungsmethoden
In der
Abteilung für Geriatrie und Früh-Rehabilitation
werden dazu verschiedene Strategien verfolgt:
1. eine
strukturierte Einarbeitung und kontinuierliche Betreuung des
Weiterzubildenden
In der
Einarbeitungsphase werden der Assistenzarzt bzw. die
Assistenzärztin entsprechend ihrer Vorkenntnisse und
Erfahrungen unter Anleitung / Begleitung eines erfahrenen
Kollegen in die Stationsarbeit eingeführt und dann zunehmend
selbstständig tätig.
Nicht nur in
fachlichen, sondern auch organisatorischen Fragen steht Ihnen in der
Anfangszeit ein fester Ansprechpartner (Mentor) zur Verfügung,
an den sie sich jederzeit wenden können.
Die Teilnahme
an Bereitschaftsdiensten bzw. Notarztdiensten erfolgt erst nach
Einarbeitung und fachlicher Qualifikation.
Die Ausbildung
erfolgt in der Arbeitszeit, Überstunden werden ausgeglichen.
Neu
aufgenommene Patienten werden mit dem Oberarzt oder Chefarzt am
Aufnahmetag zusammen besprochen.
Gemeinsame
Visiten mit Oberarzt und Chefarzt bieten nicht nur die
Möglichkeit einer Kontrolle, sie dienen vielmehr in erster
Linie dem kollegialen Gespräch von Arzt zu Arzt über
Fragen der Diagnostik und Behandlung.
Unter Anleitung
eines erfahrenen Kollegen wird der Weiterzubildende auch in die
Besonderheiten der interdisziplinären und multiprofessionellen
Behandlung geriatrischer Patienten eingewiesen, insbesondere zu Anfang
auch in den der Behandlungsplanung dienenden Teambesprechungen
begleitet.
Nach Anleitung
beginnt der Auszubildende auch mit dem Verfassen von Arztberichten, die
durch Oberarzt und Chefarzt gegengelesen und auf mögliche
sachliche Mängel überprüft werden, bei
Bedarf auch miteinander besprochen werden.
Die leitenden
Ärzte der Abteilung sehen eine wichtige Aufgabe darin,
Patienten-Orientierung sowie den freundlichen und professionellen
Umgang mit Ärztlichen Kollegen und Pflegepersonal vorzuleben
und durch eine kollegiale und offene Atmosphäre die
Voraussetzungen dazu zu schaffen.
Nach ca. 3
Monaten und in der Folge alle 6 Monate erfolgt ein Gespräch
über den Stand der Weiterbildung, in welchem der Stand der
Weiterbildung vom Weiterbilder und Weiterbildenden beurteilt,
bestehende Defizite und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt
werden. Dabei werden die Ausbildungsziele überprüfbar
definiert und dokumentiert.
2.
Fortbildungsmöglichkeiten
Ein wichtiger
Faktor in der klinischen Weiterbildung ist die Möglichkeit
einer regelmäßigen berufsbegleitenden Fortbildung.
Dies betrifft sowohl interne als auch externe
Fortbildungsmöglichkeiten.
Interne
Fortbildungen erfolgen in der Abteilung für Geriatrie als
abteilungs-interne Ärztliche Fortbildungen ca. einmal im
Monat.
Darüber
hinaus bietet das Krankenhaus regelmäßig allen
Mitarbeitern interne Fortbildungsmöglichkeiten, die in einem
halbjährlichen Fortbildungskalender veröffentlicht
werden.
Externe
Fortbildungen werden, wenn Sie mit der Ausbildung in direktem
Zusammenhang stehen, durch Gewährung von Fortbildungsurlauben
oder auch finanziell großzügig unterstützt.
Dies betrifft insbesondere Strahlenschutzkurse, Notarztkurse oder auch
Kurse zum Erlernen internistischer Untersuchungstechniken
(Ultraschallkurse etc.)
An allen
Arzt-Arbeitsplätzen ist ein Internet-Zugang freigeschaltet,
über den Recherchen möglich sind.
3. Erlernen der
relevanten internistischen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
Grundsätzlich
wird der Weiterbildungsbedarf jedes Assistenten entsprechend
seinem Ausbildungsstand individuell festgelegt und daraus folgende
Weiterbildungsziele individuell festgelegt.
Untersuchungsverfahren wie Sonografie und Endoskopie werden
zunächst unter Anleitung eines erfahrenen Kollegen erarbeitet.
Die so gewonnen Grundlagen können insbesondere bei den
sonografischen Untersuchungen durch einen anerkannten Kurs vertieft
werden. Dazu werden die Auszubildenden vom Arbeitgeber freigestellt,
die Kursgebühr wird vom Arbeitgeber übernommen.
Unabhängig
davon gilt als Richtschnur für die
internistische/allgemeinmedizinische Ausbildung eine strukturierter
Weiterbildungsplan:
Im ersten
Weiterbildungsjahr sollten
folgende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden erlernt werden:
-
Selbstständige Aufnahme von Patienten, Therapieplanung mit
Anordnungen, selbstständige Visite und Arztbriefschreibung
nach Anleitung
- Durchführung
von EKG, Langzeit-EKG, Ergometrie und Langzeit-Blutdruckmessungen.
- Befundung von
Lungenfunktionstests (Bodyplethysmografie)
- Erwerb der
Fachkunde Strahlenschutz (Notfall-Diagnostik). Teilnahme an den dazu
erforderlichen Kursen (Einführungskurs, Grundkurs,
Spezialkurs) mit übernahme der Kursgebühr durch den
Arbeitgeber und Freistellung.
- Erwerb der
Fachkunde Rettungsdienst: Die dazu notwendige Begleitung von
Notarzteinsätzen ist am Krankenhaus, bei Bedarf auch an
größeren Rettungs-Zentren möglich (dazu
Freistellung durch den Arbeitgeber). Teilnahme an dem zum Erwerb der
Fachkunde notwendigen Kurs mit übernahme der
Kursgebühr durch den Arbeitgeber und Freistellung.
Im zweiten
Weiterbildungsjahr:
-
B-Mode-Sonografie des Abdomens (Beginn auch im ersten
Weiterbildungsjahr möglich) . Die Grundlagen der
Untersuchungstechnik werden unter Anleitung erarbeitet. Zur Vertiefung
und Verfeinerung der Kenntnisse sollte danach ein Ultraschallkurs
besucht werden (Übernahme der Kursgebühr und
Freistellung). Die Weiterzubildenden können danach bereits
selbstständig sonografische Untersuchungen
durchführen.
-
B-Mode-Sonografie der Schilddrüse
-
Dopplersonografie peripherer Gefäße
- Durchführung
von Punktionen und Biopsien aus Blase, Pleurahöhle,
Bauchhöhle, Liquorraum, Knochenmark
- Anlage
zentralvenöser Katheter
- Durchführung
internistischer Gutachten
Ab dem dritten
Weiterbildungsjahr:
-
Echokardiografie im B-Mode-Verfahren, Doppler- und Duplexverfahren.
Auch hier wird nach Anleitung eine Vertiefung durch einen
Ultraschallkurs empfohlen und durch das Haus unterstützt.
-
Duplex-Sonografie der Carotiden, ggf. auch transkranielle
Dopplersonografie
- Durchführung
und Befundung von üophagogastroduodenoskopien. Die
endoskopische Diagnostik erfolgt sowohl durch die Ärzte der
Geriatrie als auch der Inneren Medizin. Beide Abteilungen
führen zusammen zahlreiche endoskopische Untersuchungen durch,
sodass ausreichend Möglichkeiten für ein Erlernen der
Technik bestehen. Die endoskopischen Untersuchungen werden unter
Anleitung erlernt, bis sie selbstständig beherrscht werden.
-
Prokto-Sigmoidoskopie
- Coloskopie
- Anlage von
perkutanen endoskopischen Gastrostomien (PEG-Anlage)
Strukturierte
Weiterbildung in der Geriatrie
Es liegt in der
Natur der Weiterbildung in der Geriatrie, dass viele der
Weiterbildungsinhalte während der gesamten Zeit der
Weiterbildung erworben werden, insbesondere Verfahren der Diagnostik
und Therapie. Anders als z.B. bei endoskopischen Untersuchungen oder
sonografischen Untersuchungen ist eine zeitliche Abfolge nicht
festzulegen.
Die
Zusatzbezeichnung Geriatrie setzt eine Facharztbezeichnung voraus.
Unabhängig von der geriatrischen Weiterbildung werden nach
individuellem Bedarf und Vereinbarung auch andere Weiterbildungsziele
unterstützt, z.B. das Erlernen sonografischer und
endoskopischer Verfahren, die nicht Inhalt der bisherigen
Facharztweiterbildung waren (z.B. Farbduplex-Echokardiografie,
Coloskopie).
Während
der ersten Monate der geriatrischen Weiterbildung soll der
Weiterbildungsassistent zunächst rasch in die
geriatrietypischen Verfahren des Assessments und der teamorientierten
und interdisziplinären Therapie eingewiesen werden, damit er
das therapeutische Team in der Behandlung der ihm anvertrauten
Patienten leiten kann. Auf dieser Grundlage erlernt er unter Anleitung
die weiteren für die Geriatrie typischen Inhalte.
Voraussetzung
für die Durchführung geriatrischer Konsile ist eine
ausreichende Kenntnis geriatrietypischer Syndrome und Verfahrensweisen.
Die Durchführung von geriatrischen Konsilen unter Anleitung
wird von Fachärzten daher erst ab dem 3. Monat erwartet.. Das
Erlernen der endoskopischen Schluckdiagnostik erfolgt im letzten
Weiterbildungsabschnitt.
Das
Curriculum der geriatrischen Weiterbildung sieht im Einzelnen
folgende Weiterbildungsinhalte und zeiten vor:
Erste
3 Monate:
- Erlernen der
Durchführung des geriatrischen Assessments
einschließlich Testungen der Hirnleistungsfähigkeit
und Untersuchungen des Verhaltens und der emotionalen Befindlichkeit
mit Hilfe von Schätzskalen.
-
Barthel-Index, Timed-up-and-Go, Tinetti-Test, Mini-Mental-Status-Test
nach Folstein, Uhrentest, Geriatric-Depression-Scale, soziales
Assessment.
- Anleitung zur
Erstellung interdisziplinärer Therapiepläne mit
Verlaufskontrolle, im weiteren selbständige
Durchführung unter Aufsicht.
- Erlernen der
Anleitung des interdisziplinären therapeutischen Teams, im
weiteren selbstständige Durchführung unter Aufsicht.
Während
der gesamten Weiterbildungszeit:
- Erlernen der
Symptomatologie und funktionellen Bedeutung von
Altersveränderungen sowie Erkrankungen und Behinderungen des
höheren Lebensalters.
- Vorbeugung und
Erkennung sowie Stadieneinteilung, Indikationsstellung und
prognostische Einschätzung konservativer und invasiver
Therapiemaßnahmen geriatrischer Symdrome,
einschließlich Indikationsstellung sowie ggf.
Durchführung interventioneller Therapieformen wie:
- Gebrechlichkeit
o
Lokomotorische
Probleme und Stürze
o
Verzögerte Remobilität/Immobilität
o
Metabolische
Instabilität einschließlich des Delirs
o
Inkontinenz
o
Dekubitus
o
Kognitiv-neuropsychologische Störungen
einschließlich Depression und Demenz
- Durchführung
der geriatrischen Therapie von körperlichen und seelischen
Erkrankungen einschließlich Erstellen
interdisziplinärer Therapiepläne und
Verlaufskontrolle
- Erlernen der
speziellen pharmakondynamischen Besonderheiten und er Dosierung von
Arzneimitteln, Medikamenteninteraktionen bei Mehrfachverordnungen unter
besonderer Berücksichtigung von Compliance und der
Medikamentenhandhabung im höheren Lebensalter.
- Erlernen der
altersadäquaten Ernährung und Diätetik.
- Erwerben von
Kenntnissen der physio- und ergotherapeutischen, prothetischen und
logopädischen Maßnahmen.
- Erwerben von
Kenntnissen der Reintegrationsmaßnahmen und Nutzung externer
Hilfen und sozialer Einrichtungen zur Wiedereingliederung unter
Berücksichtigung von Multimorbidität und
körperlich-seelischen Wechselwirkungen.
- Kenntnisse der
Hygieneberatung.
- Gezielter
Einsatz von Akut-Therapie und Früh-Rehabilitation unter
Berücksichtigung ambulanter, teilstationärer und
stationärer Versorgungsangebote und der qualifizierten
Überleitung.
- Beratung
bezüglich sozialmedizinischer, pflege- und
betreuungsrechtlicher Fragestellungen sowie besonderer Aspekte der
Heil- und Hilfsmittelversorgung.
- Planung und
Durchführung von strukturierter (Akut-) Diagnostik
einschließlich geriatrischem Assessment bei Patienten
mit
o
Sturzkrankheit
o
Hemiplegiesyndrom
o
Hirnleistungsstörungen einschließlich
Differentialdiagnostik Delir, Depression und Demenz
o
Inkontinenz
o
Protrahierte
Remobilisation
o
Tumorerkrankungen und nicht maligne Begleiterscheinungen
o
Geriatrietypischen Syndromen und/oder chronischen Schmerzen
-
Therapiemaßnahmen geriatrischer Syndrome,
einschließlich Indikationsstellung, sowie ggf.
Durchführung interventioneller Therapieformen bei
o
Gebrechlichkeit
o
Lokomotorischen Problemen und Stürzen
o
Verzögerter Remobilität/Immobilität
o
Metabolischer
Instabilität einschließlich Delir
o
Inkontinenz
o
Dekubitus
o
Kognitiv-neuropsychologischen Störungen
einschließlich Depression und Demenz
- Maßnahmen
bei Schmerzsymptomatik, insbesondere bei Patienten mit
fortgeschrittener kognitiver Störung.
- Beurteilung zu
Fragen der Pflegeversicherung bzw. des Betreuungsgesetzes.
- Beratung
bezüglich sozialmedizinischer, pflege- und
betreuungsrechtlicher Fragestellungen sowie besonderer Aspekte der
Heil- und Hilfsmittelversorgung
Ab
3 Monaten Weiterbildung:
- Durchführung
geriatrischer Konsile einschließlich Screening, geriatrischem
Assessment und Festlegung eines vorläufigen Therapiezieles in
der Klinik.
- Assistenz bzw.
auch Durchführung von schluckendoskopischen Untersuchungen
unter Aufsicht.
|