Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

Intensivstation

Unsere interdisziplinäre Intensivstation verfügt über sechs High-Care-Betten und bildet das medizinische Sicherheitsnetz unseres Krankenhauses. Hier versorgen wir Patientinnen und Patienten mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen rund um die Uhr auf höchstem medizinischem Niveau.
„Interdisziplinär“ bedeutet für uns gelebte Zusammenarbeit über Fachbereichsgrenzen hinweg. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte verschiedener Disziplinen – darunter Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie – arbeiten eng zusammen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.
Durch die überschaubare Größe unserer Station profitieren unsere Patientinnen und Patienten von kurzen Kommunikationswegen, einer familiären Atmosphäre und einer besonders intensiven, individuellen Betreuung.

Unser Leitgedanke
Moderne Intensivmedizin verbindet hochentwickelte Medizintechnik mit menschlicher Zuwendung. Trotz aller Geräte, Messwerte und komplexen Therapieverfahren steht für uns stets der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns.

Unsere Leistung - Intensivstation

Die Anästhesie ist weit mehr als nur die „Narkose“. Wir begleiten unsere Patienten vor, während und nach einem Eingriff, um Schmerzen zu lindern und den Körper optimal auf die Operation vorzubereiten.

Unsere Hauptaufgaben umfassen:
Das Ziel unserer intensivmedizinischen Behandlung ist die kontinuierliche Überwachung, Stabilisierung und Wiederherstellung lebenswichtiger Organfunktionen.
Ganzheitliche Überwachung (Monitoring)
Kontinuierliche Überwachung von Herz-Kreislauf-Funktionen, Atmung, Körpertemperatur und Laborwerten mithilfe moderner Medizintechnik – rund um die Uhr und in Echtzeit.
Lebensunterstützende Maßnahmen
Durchführung und Überwachung differenzierter Beatmungstherapien (invasiv und nicht-invasiv), Nierenersatzverfahren (Dialyse) sowie die präzise Verabreichung kreislaufunterstützender Medikamente.
Postoperative Betreuung
Engmaschige Überwachung und Behandlung von Patientinnen und Patienten nach größeren oder komplexen Operationen, bis eine sichere Verlegung auf die Normalstation möglich ist.
Notfallversorgung
Sofortige Aufnahme und Erstversorgung akut lebensbedrohlich erkrankter Patientinnen und Patienten, beispielsweise bei Sepsis, Herzinfarkt, schwerem Trauma oder Lungenembolie.
Schmerz- und Sedierungstherapie
Individuell abgestimmte Schmerztherapie und Sedierungsverfahren zur bestmöglichen Unterstützung des Heilungsprozesses und zur Reduzierung von Belastungen während der intensivmedizinischen Behandlung.
Angehörigenbegleitung
Eine intensivmedizinische Behandlung betrifft nicht nur die Patientin oder den Patienten, sondern auch deren Angehörige. Deshalb verstehen wir uns als verlässliche Ansprechpartner, informieren transparent über den Behandlungsverlauf und begleiten Familien einfühlsam in oft belastenden Situationen. Angehörige sind nach vorheriger Absprache jederzeit willkommen.

Anästhesie

Als Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sind wir zuständig für die anästhesiologische Versorgung aller operativen Patienten sowie für die Betreuung der Patienten auf der interdisziplinären Intensivstation. Notfallmedizinisch sind wir für die innerklinische Notfallversorgung verantwortlich und stellen zusätzlich Notärzte für den Notarztstandort Xanten, die darüber hinaus die notfallmedizinische Versorgung Xantens und des umliegenden Gebietes übernehmen.

Mit unseren 10 Ärzten versorgen wir zusätzlich den Aufwachraum, den Schockraum und die Anästhesieambulanz. Jährlich werden ungefähr 3500 Narkosen durchgeführt.

Während des Aufklärungsgesprächs in unserer Anästhesieambulanz lernen Sie einen Teil unseres Teams bereits vor der Operation kennen. Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs wird mit Ihnen das für Sie individuell am besten geeignete und schonendste Narkoseverfahren ausgewählt. Hierbei bieten wir neben der Vollnarkose auch rückenmarksnahe und periphere Regionalanästhesien an. Dabei stehen wir in engem Austausch mit unseren chirurgischen Kollegen, um – wie beispielsweise im Rahmen des Rapid-Recovery-Programms – mit einem aufeinander abgestimmten Vorgehen zu einem erfolgreichen OP-Verlauf und einer raschen Erholung beizutragen. Nach Erläuterung des Ablaufs und Besprechung eventueller Risiken erhalten Sie zudem Verhaltenshinweise bezüglich der Nahrungsaufnahme und der Medikamenteneinnahme für den Tag der Operation.

Während der Operation überwacht unser Team durchgehend Ihre Vitalfunktionen und passt die Anästhesie bei Bedarf an – für Ihre maximale Sicherheit und höchsten Komfort. Zur komplikationsarmen Punktion von Gefäßen und zum Anlegen von Schmerzkathetern stehen uns moderne Ultraschallgeräte zur Verfügung. Dank umfassender Überwachungstechniken können wir auch Risikopatienten angemessen betreuen. Die unmittelbare postoperative Versorgung erfolgt in unserem voll ausgestatteten Aufwachraum. Auch nach dem Eingriff lassen wir Sie nicht allein: Wir kümmern uns um eine effektive Schmerztherapie und begleiten Sie auf dem Weg der Genesung.

Unsere Leistung - Anästhesie

Die Anästhesie ist weit mehr als nur die „Narkose“. Wir begleiten unsere Patienten vor, während und nach einem Eingriff, um Schmerzen zu lindern und den Körper optimal auf die Operation vorzubereiten.

Unsere Hauptaufgaben umfassen:
Vollnarkose
Bei der Allgemeinanästhesie werden das Bewusstsein und das Schmerzempfinden mittels Medikamenten komplett ausgeschaltet. Wir verwenden dazu ausschließlich Medikamente, die in die Vene gespritzt werden. Dies ist besser steuerbar und verursacht weniger Nebenwirkungen. Während einer Vollnarkose wird der Atemantrieb stark gedämpft, daher ist vorübergehend eine Beatmung erforderlich. Diese übernimmt das Narkosebeatmungsgerät. Um die Beatmung zu ermöglichen, wird entweder eine Kehlkopfmaske vor den Eingang der Luftröhre oder ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingelegt. Dies geschieht selbstverständlich erst nach Eintritt der Narkose. Bei extrem kurzen Eingriffen ist auch eine Beatmung mit einer Gesichtsmaske möglich.
Spinalanästhesie
Die Spinalanästhesie ist ein Verfahren, das bei einer Vielzahl von Eingriffen im Bereich der Beine eingesetzt wird. Hierbei wird ein örtliches Betäubungsmittel in den Nervenwasserraum weit unterhalb des Rückenmarks injiziert. Bereits nach kurzer Zeit setzt die Wirkung ein, sodass nach wenigen Minuten die Beine nicht mehr gespürt und auch nicht mehr bewegt werden können und die Operation durchgeführt werden kann.
Regionalanästhesie im Bereich der unteren Extremität
Wir haben die Möglichkeit, bei Eingriffen im Bereich des Knies den unterhalb der Leiste verlaufenden Oberschenkelnerv (Nervus saphenus) sowie zusätzlich das Nervengeflecht im Bereich der Kniekehle (IPACK) zu betäuben und hierdurch – in Ergänzung zur Vollnarkose oder Spinalanästhesie – eine Optimierung der Schmerztherapie bei der Implantation einer Knie-TEP zu erreichen. Die Patienten können so schmerzärmer und damit auch frühzeitiger auf die Station zurückverlegt werden und haben insgesamt einen deutlich geringeren Schmerzmittelbedarf.
Regionalanästhesie im Bereich der oberen Extremität
Die Nerven des Armes können auf ihrem Verlauf von der Halswirbelsäule bis in den Arm an mehreren Stellen betäubt werden. Hierdurch kann bei Eingriffen im Bereich von Unterarm und Hand gänzlich auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Bei Eingriffen im Bereich von Schulter und Oberarm kann die Schmerztherapie durch eine solche lokale Betäubung im Bereich des seitlichen Halses deutlich optimiert werden, sodass der Schmerzmittelbedarf nach der Operation stark reduziert wird.
Periduralanästhesie
Bei der Periduralanästhesie wird das örtliche Betäubungsmittel in den Fettgewebsraum appliziert, der die harte Hirnhaut im Verlauf des Wirbelkanals umschließt. Auch bei diesem Verfahren wird das Rückenmark nicht berührt. In aller Regel wird ein dünner, flexibler Schlauch platziert, über den während und in den ersten Tagen nach einer Operation die Schmerztherapie optimal fortgesetzt werden kann. Das Verfahren wird regelhaft zur Schmerzlinderung während der Geburt, aber auch während und nach offenen Bauchoperationen eingesetzt.

Unser Team

M.Buntenbroich
Dr. med. Mandy Buntenbroich 
DESA, EDIC
Chefärztin
Fachärztin für Anästhesiologie
Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin
Palliativmedizin, Notfallmedizin
Dr. med. Uwe Jansen


Leitender Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie
H.Ploenes
Herbert Ploenes


Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie
Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen
M.Meusel
Michael Meusel
Oberarzt

Facharzt für Anästhesie
A.Stergar
Anika Stergar
Fachärztin für Anästhesiologie
Zusatzbezeichnungen: Palliativmedizin
Antje Jenster
Fachärztin für Anästhesiologie
Zusatzbezeichnungen: Notfallmedizin, Palliativmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Spezielle anästhesiologische
Intensivmedizin

Oft gestellte Fragen - Anästhesie

Das Aufklärungsgespräch erfolgt vor der Operation in unserer Anästhesieambulanz. Dabei lernen Sie einen Teil unseres Teams kennen und alle offenen Fragen werden besprochen.
Das passende Verfahren wird individuell im Gespräch mit Ihnen festgelegt – abhängig von Eingriff, Vorerkrankungen und Ihren persönlichen Bedürfnissen.
Ja, bei vielen Eingriffen sind Regional- oder Teilnarkosen möglich. Ob das in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Vorfeld.
Während des gesamten Eingriffs überwachen wir kontinuierlich Ihre Vitalfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung.
Nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum betreut, bis Sie wieder vollständig wach und stabil sind.
Wir sorgen für eine individuell angepasste Schmerztherapie und begleiten Sie auch nach der Operation weiter.
Das ist nur bei bestimmten Eingriffen oder Vorerkrankungen notwendig. In diesem Fall erfolgt die Betreuung auf unserer interdisziplinären Intensivstation.
Unser Team ist für die innerklinische Notfallversorgung verantwortlich und stellt zusätzlich Notärzte für den Standort Xanten.
In der Anästhesieambulanz finden die Vorbereitung und Aufklärung vor der Operation statt. Hier werden alle wichtigen medizinischen Fragen geklärt.
Wir stehen in engem Austausch mit den operativen Fachabteilungen, um eine optimale Versorgung und schnelle Erholung zu gewährleisten.

Oft gestellte Fragen - Intensivmedizin

Eine Intensivstation ist ein spezieller Bereich im Krankenhaus für schwerkranke Patientinnen und Patienten, die rund um die Uhr überwacht und behandelt werden müssen.
Auf der Intensivstation werden Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen sowie Patientinnen und Patienten nach schweren Operationen, Unfällen oder Infektionen überwacht und behandelt.
Auf der Intensivstation überwachen moderne Monitore wichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atmung und Sauerstoffgehalt im Blut. Dadurch können Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Darüber hinaus kommen häufig sogenannte Spritzenpumpen zum Einsatz, über die notwendige und oftmals lebensrettende Medikamente präzise über die Vene verabreicht werden. Beatmungsgeräte unterstützen die eigene Atmung oder übernehmen diese vollständig, wenn dies erforderlich ist. Bei schweren Nierenerkrankungen kann zudem eine Dialyse („Blutwäsche“) notwendig werden.
Das Behandlungsteam besteht aus speziell in der Intensivmedizin ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.
Eine Sedierung („künstliches Koma“) hilft dabei, Schmerzen, Angst und Stress zu reduzieren. Dies kann für den Heilungsverlauf schwerstkranker Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung sein.
Eine künstliche Beatmung unterstützt oder ersetzt die eigene Atmung, wenn diese nicht ausreichend funktioniert und der Körper nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann.
Trotz sorgfältiger Überwachung und Betreuung können Komplikationen auftreten. Dazu zählen beispielsweise Infektionen, Kreislaufprobleme oder weitere Organfunktionsstörungen, etwa ein Nierenversagen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten sind möglich.
Angehörige werden regelmäßig über den Gesundheitszustand und die Behandlung informiert. Kann die Patientin oder der Patient nicht selbst entscheiden, werden Angehörige in wichtige Entscheidungen einbezogen.
Die Dauer der Behandlung ist sehr unterschiedlich und hängt vom Gesundheitszustand sowie vom Verlauf der Erkrankung ab. Sie kann von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen reichen.
In der Regel erfolgt anschließend die Weiterbehandlung auf einer Normalstation oder in einer Rehabilitationseinrichtung, um die weitere Genesung zu unterstützen.
Es gibt keine festen Besuchszeiten. Besuche sind jederzeit nach vorheriger Absprache mit dem Intensivpflegepersonal möglich.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es aufgrund von Untersuchungen, Behandlungen oder Notfällen gelegentlich zu Wartezeiten kommen kann.

Kontaktieren Sie uns

Sekretariat Anästhesie
Paula Hinz
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