Mit dem Fortschreiten einer nicht heilbaren Erkrankung leiden Patienten oft unter Schmerzen und anderen Symptomen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Verwirrtheit, Angst, Stimmungsschwankungen). Diese Symptome haben starke Auswirkungen auf die Lebensqualität - genauso wie psychische, soziale und spirituelle Sorgen.
Ziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität durch schmerz- und symptomlindernde Therapie und eine ganzheitliche Begleitung, die so ein erfülltes, selbstbestimmtes und beschwerdearmes Leben bis zuletzt ermöglichen. Diese Begleitung schließt die Angehörigen mit ein. Die Palliativmedizin ist damit eine aktive Lebenshilfe!
Es wird oft vermutet, dass Palliativmedizin erst in den letzten Wochen und Monaten des Lebens in Anspruch genommen werden kann, wenn keine Therapien für die zugrundeliegende Erkrankung zur Verfügung stehen. Dies trifft nicht zu – es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Palliativmedizin viel früher im Verlauf schwerer Erkrankungen helfen kann. So unterstützen wir Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen sowie ihre Angehörigen in allen Phasen des Krankheitsgeschehens, auch parallel zu einer krankheitsspezifischen Behandlung. Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team mit Sozialarbeitern, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorge und dem ambulanter Hospizdienst eng zusammen.
Wir bieten diese Betreuung auf unserer Palliativstation an, aber auch als konsiliarische Betreuung auf allen Stationen des Sankt Josef-Hospitals.
Unsere Leistungen
Verbesserung und Erhalt der Lebensqualität durch Schmerz- und symptomlindernde Therapie und ganzheitliche Begleitung soll ein erfülltes, selbstbestimmtes und beschwerdearmes Leben bis zuletzt ermöglichen.
Kontrolle der Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot, Verwirrtheit und andere belastende Symptome Kompetente ärztliche Versorgung und Begleitung, angemessene und unterstützende Pflege durch die Palliativ-Pflegekraft
Aromatherapie Aromatherapie ist eine Methode der Naturheilkunde, die natürliche Düfte und ätherische Öle aus Pflanzen nutzt, um das körperliche und geistige Wohlbefinden zu fördern und Beschwerden zu lindern. Die Öle werden durch Inhalation und Einreiben auf der Haut angewendet, um die Stimmung zu beeinflussen, Stress abzubauen, die Selbstheilungskräfte zu unterstützen und sogar bei kleineren Infekten zu helfen.
Etablierung einer dauerhaften Therapie bei wiederkehrenden Wasseransammlungen im Bauchraum
Wertschätzung der individuellen Bedürfnisse der Patienten Hilfe bei der Auseinandersetzung mit praktischen und persönlichen Herausforderungen unheilbarer Erkrankungen, Wertschätzung und Respekt im Umgang mit der Selbstbestimmtheit der Patienten.
Begleitung der Angehörigen Integration der Angehörigen in den Pflegeprozess. Hilfe bei der Auseinandersetzung mit praktischen und persönlichen Herausforderungen der Angehörigen.
Hilfe bei der Organisation der weiteren Behandlung und der weiteren ambulanten Versorgung Unterstützung bei der Organisation einer medizinischen und pflegerischen Betreuung zu Hause oder in einer stationären Einrichtung (z. B. Hospiz, Pflegeeinrichtung). Vermittlung eines spezialisierten ambulanten Palliativteams.
Akzeptanz des Sterbens und des Todes als Teil des Lebens Begleitung von Patienten und ihrer Angehörigen in der letzten Lebensphase, einschließlich kultureller Bedürfnisse.
Kompetenz in den wichtigen Fragen der Kommunikation und Ethik Unterstützung bei Entscheidungen zu Therapiezielen, vorausschauende Planung (z. B. Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht).
Sie wollen uns unterstützen?
Die Palliativmedizin wird vom Verein zur Förderung des Sankt Josef-Hospitals Xanten e.V. unterstützt.
Vorsitzender: Heinz Roters Sparkasse am Niederrhein BIC: WELADED1MOR IBAN: DE 54 3545 0000 1150 0221 74 Stichwort: Palliativmedizin
Unser Team
Dr. med. Mandy Buntenbroich DESA, EDIC
Chefärztin
Fachärztin für Anästhesiologie Zusatzbezeichnungen: spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Palliativmedizin, Notfallmedizin
Anika Stergar
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie Zusatzbezeichnungen: Palliativmedizin, Fachkunde Notfallmedizin
Unsere Palliativstation gehört zum Krankenhaus. Wir nehmen Patienten mit akuten Beschwerden auf, welche zu Hause nicht mehr ausreichend behandelt werden können. Der Aufenthalt ist begrenzt. Im Fokus steht die medizinische Versorgung, ein Arzt steht rund um die Uhr zur Verfügung. Ziel des Aufenthaltes ist die Entlassung ins häusliche Umfeld oder wenn sie nicht mehr möglich ist in ein Hospiz. Ein Hospiz hingegen ist eine eigenständige Einrichtung, welche auf eine langfristige Begleitung bis zum Lebensende ausgerichtet ist. Im Vordergrund steht pflegerisch psychosoziale Versorgung.
Patienten die auf unsere Palliativstation aufgenommen werden, leiden an einer unheilbaren, fortgeschritten Erkrankung. Voraussetzung für eine Aufnahme sind schwer kontrollierbare Beschwerden welche ambulant nicht ausreichend behandelt werden können. Aufnahmegrund können jedoch auch psychosoziales oder spirituelles Leid sein. Die Aufnahme erfolgt nach Einweisung durch ambulant tätige Ärzte oder als Verlegung aus anderen Abteilungen/Krankenhäusern.
Im Vordergrund unserer Versorgung steht nicht die Heilung sondern die Steigerung der Lebensqualität und die Symptomlinderung. Um dies zu erreichen arbeiten wir in einem interdisziplinären Team zusammen. Ziel ist es nicht nur die körperlichen Beschwerden zu behandeln, sondern auch psychosoziale und spirituelle Bedürfnissen zu bessern. Um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten ist unsere Station wohnlicher eingerichtet. Unsere Patienten werden größtenteils in Einzelzimmern untergebracht. Die Abläufe auf unserer Station werden den individuelle Bedürfnissen der Patienten angepasst.
Im Gegensatz zu einem Hospiz ist der Aufenthalt auf der Palliativstation begrenzt. Unsere Patienten werden solange auf unsere Station behandelt bis die akuten Beschwerden gelindert sind so dass sie nach Hause entlassen werden können bzw. bis eine Versorgung außerhalb des Krankenhauses organisiert ist. Manche Patienten versterben jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Erkrankung auch bei uns auf der Station.
Ziel ist es bei gelinderten Beschwerden, dass unsere Patienten mit Unterstützung (SAPV, Pflegedienst) ins häusliche Umfeld zurückkehren können. Sollte dies aufgrund der Gesamtsituation nicht möglich sein, so wird während des Aufenthaltes eine weitere Versorgung in einem Hospiz oder einer anderen stationären Pflegeeinrichtung eingeleitet.
Neben dem Pflegedienst, welcher für die Grundpflege sowie hauswirtschaftliche Hilfe zu Verfügung steht, gibt es für Patienten mit einer fortgeschrittenen nicht heilbaren Erkrankung die Möglichkeit eine spezialisierte palliative ambulante Versorgung (SAPV) in Anspruch zu nehmen. Diese wird zunächst vom ärztlichen Dienst des Krankenhauses und im Verlauf vom Hausarzt verordnet. Aufgabe des SAPVs ist im Rahmen einer 24- Stunden Rufbereitschaft die Lebensqualität des Patienten zu wahren und Symptome wie Schmerzen oder Atemnot, aber auch psychosoziale Beschwerden zu lindern. Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten wird der Patient täglich vom Pflegepersonal des SAPVs sowie in regelmäßigen Abständen von einem ärztlichen Kollegen besucht.
Videos
Palliativmedizin im Sankt Josef-Hospital Xanten
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