
Viszeralchirurgie
Als Gründungsmitglied des Tumorzentrum Niederrhein gewährleistet die Sektion zudem eine heimatnahe Versorgung onkologischer Erkrankungen, wie beispielsweise Dickdarmkrebs, nach höchsten Qualitätsstandards. Patienten mit zunächst unklaren Baucherkrankungen werden interdisziplinär auf der viszeralmedizinischen Station in enger Zusammenarbeit mit der internistischen Klinik betreut.
Im Mittelpunkt steht die patientenorientierte Versorgung durch ein engagiertes Team aus Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten. Kurze Wege innerhalb des Krankenhauses sowie eine enge Kooperation mit Hausärzten ermöglichen eine effiziente und abgestimmte Behandlung. Dabei bilden offene Kommunikation, Transparenz und eine umfassende Information über alle Behandlungsschritte die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.
Ein Großteil der Operationen wird minimalinvasiv („Schlüsselloch-Technik“) durchgeführt. Diese schonende Methode reduziert die körperliche Belastung und fördert eine schnelle Erholung. In Kombination mit modernen Behandlungskonzepten nach dem Fast-Track-Prinzip ermöglicht dies eine frühzeitige Rückkehr zur normalen Ernährung und eine Entlassung aus dem Krankenhaus meist bereits nach etwa einer Woche. Das Leistungsspektrum umfasst die operative Behandlung der inneren Organe, insbesondere von Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse sowie der Bauchwand.
Die fachliche Beratung und individuelle Therapieplanung erfolgen im Rahmen der persönlichen Sprechstunden.
Unsere Leistungen
Unser Team

Facharzt für Chirurgie Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie

Fachärztin für Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Proktologie
Hernien (Leisten/Bauchwandbrueche)
Ein wichtiger Punkt: Da bei dieser Methode kein Kunststoffnetz eingesetzt wird, dauert es in der Regel länger, bis Sie wieder voll belastbar sind. Wir empfehlen, nach der Operation besonders vorsichtig mit körperlichen Aktivitäten umzugehen, um den Heilungsprozess optimal zu unterstützen.
Auch wenn einige Kliniken diese Methode anbieten, gibt es für die Behandlung eines Leistenbruchs aktuell keine nachgewiesenen Vorteile für den Patienten. Die roboter-unterstützte Operation ist also nicht die bevorzugte Wahl und wird in der Regel nicht empfohlen, da bewährte Verfahren wie die minimal-invasive "Schlüssellochchirurgie" genauso effektive Ergebnisse erzielt.
Wir empfehlen, einen Leistenbruch frühzeitig behandeln zu lassen, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Unser Team ist auf minimal-invasive Eingriffe spezialisiert und sorgt dafür, dass Sie schnell wieder auf den Beinen sind.
Angeboren: Bei vielen Menschen ist der Nabelbruch angeboren und tritt auf, weil sich die Bauchwand nach der Geburt nicht vollständig schließt. Dieser Zustand kann in der Kindheit sichtbar werden, verschwinden aber oft von selbst, wenn sich die Bauchmuskulatur stärkt.
Erwachsene: Bei Erwachsenen entsteht ein Nabelbruch häufig aufgrund von erhöhter Bauchbelastung, die zu einem Druck auf die Bauchwand führt. Mögliche Ursachen sind:
Übergewicht oder Adipositas
Schwangerschaft (besonders bei mehreren Schwangerschaften oder Mehrlingsgeburten)
Chronischer Husten oder chronische Verstopfung, die zu starkem Pressen führen
Schwere körperliche Belastung oder Heben von schweren Lasten
Bindegewebsschwäche, die mit dem Alter oder durch genetische Faktoren auftreten kann
Vorwölbung oder Schwellung im Bereich des Nabels, die besonders beim Husten, Pressen oder Anstrengen sichtbar wird.
Schmerzen oder Druckgefühl an der Stelle des Bruchs, insbesondere bei körperlicher Anstrengung.
In den meisten Fällen sind diese Symptome leicht bis mäßig und nicht mit akuten Schmerzen verbunden.
In sehr seltenen Fällen kann der Nabelbruch eingeklemmt werden, was bedeutet, dass sich ein Darmabschnitt in der Bruchstelle festsetzt und nicht mehr zurückgeschoben werden kann. Dies kann zu einer Störung der Blutversorgung des betroffenen Gewebes führen und eine Notfallbehandlung erfordern.
Behandlung ohne Operation (bei kleinen, symptomfreien Nabelbrüchen)
Wenn der Nabelbruch klein ist und keine Beschwerden verursacht, kann der Arzt zunächst eine abwartende Haltung empfehlen. In solchen Fällen ist eine chirurgische Behandlung nicht unbedingt erforderlich, besonders wenn der Bruch keine Beschwerden verursacht und keine Anzeichen einer Einklemmung vorliegen.
In manchen Fällen wird eine Bauchstütze oder ein Bauchgurt empfohlen, um die Beschwerden zu lindern und den Druck auf den Nabelbereich zu verringern.
Chirurgische Behandlung (Nabelbruch-Operation)
Wenn der Nabelbruch Beschwerden verursacht oder das Risiko einer Einklemmung besteht, wird eine Operation empfohlen. Bei der chirurgischen Behandlung wird das vorgewölbte Gewebe wieder zurück in den Bauchraum geschoben und die Schwäche der Bauchwand verschlossen. Der Eingriff wird meist unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt, je nach Größe des Bruchs und der Wahl des Chirurgen.
Offene Operation:
Bei dieser Methode wird ein Schnitt im Bereich des Nabels gemacht, um das Gewebe zu reparieren und die Bauchwand zu stärken.
Minimalinvasive Operation (Laparoskopie):
In einigen Fällen kann der Nabelbruch auch minimalinvasiv operiert werden. Hierbei werden nur kleine Schnitte gemacht, durch die die notwendigen Instrumente eingeführt werden, um den Bruch zu reparieren. Diese Methode ermöglicht eine schnellere Heilung und weniger Schmerzen nach der Operation.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Operationstechniken erfahren Sie auf unserer Internetseite www.Hernienzentrum-Niederrhein.de
Frühzeitige Mobilisierung ist wichtig, um Komplikationen wie Thrombosen (Blutgerinnsel) und Lungenentzündungen zu vermeiden.
Vermeidung von schwerem Heben oder körperlicher Anstrengung in den ersten Wochen nach der Operation ist wichtig, um den Heilungsprozess zu unterstützen und eine erneute Bruchbildung zu verhindern.
Die meisten Patienten können nach einer minimalinvasiven Operation innerhalb weniger Tage nach Hause gehen, während die Heilung nach einer offenen Operation etwas länger dauern kann.
Nur bei sehr kleinen Defekten von wenigen Zentimetern wird heutzutage noch das Loch mit Naht verschlossen. In allen anderen Fällen sollte zur Verstärkung ein nicht auflösbares Kunststoffnetz in die Bauchdecke eingepflanzt werden. Dies kann entweder durch eine minimalinvasive Operation oder aber über Wiedereröffnen der Narbe über den „alten Schnitt“ erfolgen.
Die Entscheidung, welches Operationsverfahren durchgeführt werden sollte, hängt von der Größe und Beschaffenheit des Narbenbruches sowie der körperlichen Verfassung des Patienten ab.
In bestimmten Fällen kann auch bei Narbenhernien eine komplette Eröffnung der Narbe durch minimalinvasive Operationstechnik vermieden werden. ( MILOS, E-MILOS, eTEP und weitere)
Nach einer Narbenbruchoperation erfolgen 1 – 2 Wochen Schonung, orientiert an den postoperativen Restbeschwerden, danach sind leichte Tätigkeiten bereits möglich. Erfahrungsgemäß ist eine volle Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit nach ca. 3 – 12 Wochen möglich.
Bei den Nahttechniken wird eine Vermeidung starker körperlicher Anstrengung (Heben über 20 kg) über 3 Monate empfohlen.
Wie lange dauert die OP? Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Die Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei stationärer Aufnahme dauert der Klinikaufenthalt maximal ein bis zwei Tage.
Bei beidseitigen Befunden sollte wenn möglich einem endoskopischen Verfahren der Vorzug gegeben werden, da beide Seiten über die gleichen Hautschnitte (10 mm und 5 mm) versorgt werden können. Beide endoskopischen Verfahren zeichnen sich durch eine nur wenige Tage dauernde Genesungsphase aus. Bei den endoskopischen Operationsverfahren ist die Gefahr eines erneuten Leistenbruchs an der gleichen Stelle im Vergleich zu allen anderen Verfahren am geringsten.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?
Leichte körperliche oder sportliche Aktivität, z.B. leichtes Lauftraining, ist nach wenigen Tagen möglich. Die Steigerung der Trainingsintensität erfolgt nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten.
Eine zu frühe Vollbelastung, z.B. beim Schusstraining oder in einer Wettkampfsituation, die den Erfolg der Operation gefährdet, ist bei den endoskopischen Verfahren nicht möglich. Bei diesen Verfahren wird nicht genäht, um die Leistenhinterwand zu stabilisieren, so dass auch keine Naht ausreißen kann. Die Kräfte werden über das ultraleichte Kunststoffnetz gleichmäßig verteilt.
Liegt ein Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie) vor, so gleiten Organe aus dem Bauchraum durch eine Lücke des Zwerchfells in den Brustraum. Eine Zwerchfelllücke kann bereits bei der Geburt bestehen oder später erworben sein. Letzteres entsteht oft bei einer Gewebeschwäche im Durchtrittsbereich der Speiseröhre. Der dort hindurchtretende Bruch wird Hiatushernie genannt.
Es gibt mehrere Arten von Hiatushernien. Eine axiale Hiatushernie ist eine Verschiebung des Magens in Längsrichtung nach oben aufgrund einer Lösung des Mageneingangs. Eine paraösophageale Hernie ist eine Verschiebung von Magenanteilen oder auch vom Darm am weiterhin fest sitzenden Mageneingang entlang. Es bestehen auch Mischformen (Mischhernie). Als Extremform kann sich der komplette Magen verlagern (upside-down stomach).
Kann ein Zwerchfellbruch gefährlich werden?
Größere Hernien können zu Schluckbeschwerden oder Sodbrennen durch Zurückfließen der Nahrung führen. Durch Störungen des Magen-Darm-Transports können unter anderem Erbrechen oder Blähungen bestehen. Bei großen Hernien kann die Herz- und Lungenfunktion mechanisch behindert werden.
Bei der paraösophagealen Hernie besteht die Gefahr, dass sich Magen- oder Darmanteile in der Lücke einklemmen, was zu Durchblutungsstörungen des Abschnitts, zu einem Durchbruch (Perforation) und somit zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis), welche lebensbedrohlich sein kann, führen kann. Eine axiale Hernie wird nur dann chirurgisch behandelt, wenn es zu stärkeren Beschwerden kommt.
Welche Operationsmethoden stehen mir zu Verfügung, was wird operiert?
Es bestehen mehrere Operationsmöglichkeiten. In unserer Klinik erfolgt die Operation üblicher Weise laparoskopisch, das heißt über einige kleine Schnitte im Oberbauch, manchmal ist jedoch auch ein herkömmlicher Bauchschnitt (Laparotomie) erforderlich
Bei der laparoskopischen Technik wird über einen kleinen Einschnitt am Bauchnabel ein optisches Gerät (Laparoskop) mit einer kleinen Videokamera eingeschoben. Um das Bauchgewölbe aufzuspannen und die Sicht zu verbessern, wird CO2-Gas eingeblasen. Benötigte Instrumente werden über weitere Einschnitte in den Bauchraum eingeführt. Auf einem Monitor sieht der Operateur in Echtzeit das Operationsgebiet.
Ziel der Zwechfelloperation ist es, die Organe wieder in ihre ursprüngliche Position in der Bauchhöhle zu bringen und dort zu fixieren.
Bei einer Hiatuseinengung (Hiatoplastik) wird die Zwerchfelllücke enger genäht.
Bei einer Gastropexie oder Fundopexie wird der Magen an Strukturen des Bauchraumes genäht, damit er sich nicht mehr verschieben kann.
Bei einer Fundoplastik (Fundoplikatio) wird aus Magenanteilen eine Manschette gebildet, die um den untersten Anteil der Speiseröhre angelegt wird. Dadurch wird eine Minderung des Rückflusses von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre erzielt.
Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 5 – 7 Tage.
Da der Übergang von der Speiseröhre in den Magen eingeengt wird und dieser Bereich nach der Operation etwas anschwellen kann, erhält man 2 Tage nach der Operation nur flüssige Kost, dann 2 Tage breiige Kost und erst danach Normalkost. Diese sollte dann sehr gut gekaut und eingespeichelt werden und langsam in kleinen Portionen geschluckt werden.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?
Es ist möglich, dass es eine längere Zeit dauert, bis sich wieder eine normale Stabilität des Zwerchfells ausbildet. Daher sollte für bis zu 6 Monaten keine zu stark belastenden Aktivitäten, z.B. Hochheben schwerer Gegenstände oder zu intensiver Sport, ausgeübt werden.
Magen/Darm
Es gibt zwei Hauptarten von Gallensteinen:
Cholesterinsteine: Diese sind die häufigsten und bestehen hauptsächlich aus Cholesterin, das in der Galle gelöst ist.
Pigmentsteine: Diese bestehen aus Bilirubin, einem Abbauprodukt der roten Blutkörperchen, und entstehen häufig bei Erkrankungen, die den Abbau von roten Blutkörperchen erhöhen.
Koliken im Oberbauch: Besonders nach fettreichen Mahlzeiten können plötzlich starke Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten. Diese Schmerzen sind in der Regel krampfartig und können bis in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen.
Übelkeit und Erbrechen: Begleitet von den Schmerzen, vor allem nach dem Verzehr von fettigem Essen.
Gelbsucht (Ikterus): Wenn ein Gallenstein den Gallengang blockiert, kann es zu einer Gelbfärbung der Haut und Augen kommen.
Fieber und Schmerzen im Oberbauch: Ein Zeichen dafür, dass eine Entzündung oder Infektion der Gallenblase (Cholezystitis) vorliegt.
• Fett- und cholesterinreiche Ernährung
• Übergewicht oder Fettleibigkeit
• Schnelle Gewichtsabnahme (z.B. bei Diäten oder nach einer bariatrischen Chirurgie)
• Schwangerschaft oder hormonelle Veränderungen, insbesondere ein erhöhter Östrogenspiegel
• Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter
• Vererbung: Eine familiäre Häufung von Gallensteinen kann das Risiko erhöhen
Ultraschall: Eine der häufigsten und zuverlässigsten Methoden zur Diagnose von Gallensteinen.
CT-Scan: In seltenen Fällen wird auch eine Computertomographie zur Beurteilung verwendet.
Cholangiopankreatikographie (MRCP): Ein spezielles Verfahren zur Darstellung der Gallengänge mittels Magnetresonanztechnik. Falls der Ultraschall oder die Laborwerte den Verdacht nahelegen dass ein Stein im Gallengangssystem verklemmt ist
Bluttests: Um Anzeichen einer Entzündung oder eines Gallengangsteines zu erkennen.
Komplikationen von Gallensteinen
Unbehandelte Gallensteine können zu verschiedenen Komplikationen führen, darunter:
Cholezystitis: Eine Entzündung der Gallenblase, die mit Fieber, Schmerzen und Übelkeit einhergeht.
Gallenblasenperforation: Wenn die Gallenblase aufgrund einer Entzündung aufbricht, kann es zu einer Bauchfellentzündung kommen, die eine Notfallbehandlung erfordert.
Gallengangverschluss: Wenn Gallensteine in die Gallengänge gelangen und diese blockieren, kann dies zu einer Gelbsucht und einer Leberentzündung führen.
Pankreatitis: Gallensteine, die in den Bauchspeicheldrüsengang gelangen, können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen, die sehr schmerzhaft und potenziell lebensbedrohlich ist.
Konservative Behandlung (bei symptomlosen Gallensteinen): Wenn Gallensteine keine Beschwerden verursachen, sind oft keine Maßnahmen erforderlich. Eine regelmäßige Überwachung ist jedoch sinnvoll, da Gallensteine mit der Zeit Symptome hervorrufen können.
Chirurgische Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie):
Die gängigste Behandlung bei Beschwerden oder Komplikationen durch Gallensteine ist die Entfernung der Gallenblase. Diese Operation wird meist laparoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt, was bedeutet, dass nur kleine Schnitte gemacht werden und der Patient schneller wieder genesen kann. In schweren Fällen oder bei Entzündungen kann eine offene Cholezystektomie notwendig sein. Wenn Gallensteine die Gallengänge blockieren (z.B. den gemeinsamen Gallengang), kann ein endoskopisches Verfahren (ERCP) zur Entfernung der Steine durchgeführt werden.
Wie lange dauert die OP?
Die Operation in Vollnarkose dauert ca. 30 – 60 Minuten.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?
Insbesondere nach der „Schlüsselloch-Chirurgie“ treten kaum Schmerzen auf. Schon am Abend des Operationstages kann der Patient aufstehen und herumlaufen und auch mit der Aufnahme flüssiger und fester Nahrung beginnen. Erfahrungsgemäß ist eine volle Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit nach ca. 2-3 Wochen möglich.
Minimalinvasive Operation (Laparoskopische Appendektomie):
Diese Methode ist heutzutage die bevorzugte Variante und wird meist bei unkomplizierten Fällen angewendet. Dabei werden kleine Schnitte im Bauchraum gemacht, durch die ein Kamera-System und spezielle chirurgische Instrumente eingeführt werden. Mit Hilfe der Kamera kann der Wurmfortsatz genau lokalisiert und entfernt werden. Der Vorteil dieser Methode sind kleinere Schnitte, eine schnellere Genesung, geringere Schmerzen nach der Operation und in der Regel ein kürzerer Krankenhausaufenthalt.
Offene Operation:
Wenn die Entzündung sehr schwerwiegend ist oder Komplikationen wie ein Durchbruch des Wurmfortsatzes vorliegen, wird die Operation möglicherweise auf offenem Weg durchgeführt. Hierbei wird ein größerer Schnitt im Bauchraum gemacht, um den Wurmfortsatz zu entfernen. Diese Methode kann notwendig sein, wenn es zu einer Peritonitis (Bauchfellentzündung) gekommen ist oder wenn andere Komplikationen vorliegen, die eine genauere Kontrolle erfordern.
Nach einer erfolgreichen Appendektomie müssen Patienten in der Regel mit einer Genesungszeit von etwa 1 bis 2 Wochen rechnen. Während dieser Zeit können Schmerzen auftreten, die mit Schmerzmitteln behandelt werden können. Die meisten Patienten können nach einer laparoskopischen Appendektomie schon nach wenigen Tagen wieder nach Hause gehen, während eine offene Operation eventuell einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert.
• Ballaststoffarme Ernährung:
Eine Ernährung, die arm an Ballaststoffen und reich an tierischen Fetten ist, kann das Risiko erhöhen, da sie den Stuhlgang erschwert und den Druck im Darm erhöht.
• Alter:
Divertikel treten häufiger bei älteren Erwachsenen auf, besonders ab dem 50. Lebensjahr.
• Verstopfung:
Chronische Verstopfung kann die Entstehung von Divertikeln begünstigen.
• Fettleibigkeit:
Übergewicht kann das Risiko für Divertikulitis erhöhen.
• Rauchen:
Rauchen wird ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Divertikulitis in Verbindung gebracht.
• Bewegungsmangel:
Eine geringe körperliche Aktivität kann das Risiko erhöhen.
Bauchschmerzen, meist im linken Unterbauch, die plötzlich auftreten und bei Druckempfindlichkeit verstärkt werden.
Fieber: Ein Zeichen für eine Entzündung oder Infektion.
Veränderungen im Stuhlgang: Dies kann in Form von Durchfall oder Verstopfung auftreten.
Übelkeit und Erbrechen.
Appetitlosigkeit.
In schwereren Fällen kann es zu Blutungen im Stuhl kommen.
Intravenöse Antibiotikagabe,
Diät, oft in Kombination mit Flüssigkeitszufuhr.
Abszessdrainage: In einigen Fällen kann es notwendig sein, einen Abszess durch eine Drainage (Mikrochirurgie) zu entleeren, falls er sich gebildet hat.
Bei Perforation des Darms (Durchbruch) ist eine Notoperation erforderlich.
In einigen Fällen wird ein Stoma (künstlicher Darmausgang) erforderlich, wenn der Darm nicht wieder sicher verbunden werden kann. In der Regel ist dies jedoch eine vorübergehende Maßnahme, und in vielen Fällen kann nach einer weiteren Heilungsphase eine zweite Operation zur Wiederherstellung der normalen Darmfunktion durchgeführt werden.
In den meisten Fällen kann der Eingriff auch bei Vorliegen einer akuten Entzündung minimalinvasiv durchgeführt werden. Oft wird jedoch zunächst eine antibiotische Behandlung durchgeführt. Um die Operationsbedingungen zu verbessern wird dann Häufig der Eingriff erst nach 6-8 Wochen (nach Rückbildung der entzündlichen Veränderungen im Bauchraum) durchgeführt.
Perforation: Ein Durchbruch des entzündeten Divertikels, der zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen kann.
Abszessbildung: Eine Ansammlung von Eiter, die in einigen Fällen operativ drainiert werden muss.
Fisteln: Unnatürliche Verbindungen zwischen dem Darm und anderen Organen oder der Haut.
Darmverengung (Stenose): Eine Verengung des Darms aufgrund von Narbenbildung.
Blutungen: In seltenen Fällen kann es zu Blutungen aus den Divertikeln kommen.
Laparoskopische Operation (Minimalinvasive Chirurgie):
Diese Methode wird immer häufiger angewendet. Hierbei führt der Chirurg kleine Instrumente und eine Kamera durch mehrere kleine Schnitte im Bauchraum ein. Dies ermöglicht eine präzisere Entfernung des Tumors mit weniger Gewebeschäden, kürzeren Heilungszeiten und kleineren Narben. Der Vorteil der laparoskopischen Methode ist eine schnellere Erholung und weniger Schmerzen nach der Operation.
Offene Operation:
Wenn der Tumor größer ist oder Komplikationen wie Metastasen oder entzündliche Veränderungen im Darm vorliegen, kann eine offene Operation erforderlich sein. Hierbei wird ein größerer Schnitt im Bauchbereich gemacht, um den Tumor und das betroffene Darmstück zu entfernen.
Was passiert bei der Operation?
Während der Operation wird der betroffene Abschnitt des Dickdarms entfernt. Je nachdem, wie viel Darmgewebe betroffen ist, wird der Chirurg den Darm entweder wiederverbinden (Anastomose), sodass der Stuhlgang weiterhin normal erfolgen kann, oder es wird eine künstliche Darmausgang (Stoma) gelegt. Ein Stoma ist eine Öffnung im Bauch, über die der Stuhlgang in einen Beutel geleitet wird. Dies ist vorübergehend oder, in seltenen Fällen, dauerhaft notwendig, wenn eine Wiederverbindung des Darms nicht möglich ist.
Routinemäßig wird bei allen Operationen eine Lymphadenektomie durchgeführt, bei der die umliegenden Lymphknoten entfernt werden, um festzustellen, ob der Krebs sich weiter ausgebreitet hat.
Schmerzkontrolle: In den ersten Tagen nach der Operation werden Schmerzmittel zur Linderung der Beschwerden verabreicht.
Darmfunktion: Der Darm muss sich nach der Operation erholen. Dies kann einige Zeit dauern, und es kann vorübergehend zu Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Verstopfung kommen.
Wundheilung: Bei einer offenen Operation ist mit einer längeren Heilungszeit der Bauchwunde zu rechnen. Bei der laparoskopischen Methode ist die Heilung in der Regel schneller.
Nach der Operation bleibt der Patient in der Regel für mehrere Tage im Krankenhaus, um die ersten Heilungsprozesse zu überwachen. Sobald der Zustand stabil ist, kann der Patient nach Hause entlassen werden. Die Wundheilung und die Anpassung des Körpers an die Veränderungen benötigen jedoch noch Zeit.
Krebsvorsorgeuntersuchungen, wie Bildgebungsverfahren (CT, MRT) und Bluttests zur Überprüfung auf mögliche Restkrebszellen oder Metastasen.
Ernährungsberatung, um eine gesunde und ausgewogene Ernährung sicherzustellen, die den Heilungsprozess unterstützt.
Physiotherapie, um nach der Operation wieder zu Kräften zu kommen und sich wieder zu bewegen.
In einigen Fällen wird nach der Operation auch eine chemotherapeutische Behandlung empfohlen, um eventuelle verbleibende Krebszellen zu zerstören und das Risiko eines Rückfalls zu verringern.
Auch eine psychologische Unterstützung kann Ihnen angeboten werden
Sowohl gutartige als auch bösartige Erkrankungen können durch eine Operation behandelt werden. Während bösartige Erkrankungen fast immer eine operative Therapie erforderlich machen, ist bei gutartigen Erkrankungen oft eine eingehende Beratung und Abwägung erforderlich, daher ist bei folgenden Erkrankungen eine Vorstellung in unserer Sprechstunde für endokrine Chirurgie sinnvoll:
Einzelne oder mehrere Knoten der Schilddrüse (Struma uninodosa oder multinodosa)
Gewebevermehrung der Schilddrüse (Struma)
Bösartige Neubildungen der Schilddrüse (Schilddrüsenkarzinom)
Über- und Unterfunktion der Schilddrüse
Entzündungen der Schilddrüse (M. Basedow, Hashimoto)
Überfunktion der Nebenschilddrüsen (primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus)
Neubildungen der Nebennieren (gut- und bösartig)
Erkrankungen mehrerer endokriner Drüsen (MEN I und MEN IIa und MEN IIb)
Totale Thyreoidektomie:
Bei dieser Operation wird die gesamte Schilddrüse entfernt. Dies ist häufig der Fall bei Schilddrüsenkrebs oder diffuser Vergrößerung der Schilddrüse, die keine andere Behandlung zulässt.
Ein Schilddrüsenknoten bösartig ist oder das Risiko einer Entartung besteht.
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) nicht durch Medikamente oder Radiojodtherapie kontrolliert werden kann.
Ein Kropf zu groß wird und Beschwerden wie Schluckbeschwerden, Atemnot oder Halsdruck verursacht.
Verfahren
Nach Entfernung des betroffenen Schilddrüsengewebes wird die Wunde vernäht. In manchen Fällen kann ein Drainageschlauch für einige Stunden oder Tage zur Ableitung von Flüssigkeiten eingelegt werden.
Nach der Operation:
Nach der Schilddrüsenoperation erfolgt eine Überwachung im Krankenhaus, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen wie Blutungen, Infektionen oder Probleme mit den Stimmbändern auftreten. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts variiert, beträgt jedoch meist 1 bis 2 Tage bei unkomplizierten Eingriffen.
Kontrolle der Schilddrüsenwerte: Nach der Entfernung eines Teils oder der gesamten Schilddrüse sind regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenhormone notwendig, um eine eventuelle Unterfunktion frühzeitig zu erkennen.
