Viszeralchirurgie

Die Sektion für Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie bietet moderne chirurgische Verfahren auf hohem medizinischem Niveau. Ein zentraler Aspekt der Abteilung ist die Rolle als verlässlicher und gut erreichbarer Ansprechpartner für Patienten, Angehörige sowie niedergelassene Kolleginnen und Kollegen. Zur Sicherung und Transparenz der Behandlungsqualität erfolgt – mit Einverständnis der Patienten – eine regelmäßige Meldung von Eingriffen an anerkannte Qualitätssicherungsstudien. Die Abteilung trägt unter anderem das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft und nimmt an Studien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zur laparoskopischen Therapie der Sigmadivertikulitis teil.

Als Gründungsmitglied des Tumorzentrum Niederrhein gewährleistet die Sektion zudem eine heimatnahe Versorgung onkologischer Erkrankungen, wie beispielsweise Dickdarmkrebs, nach höchsten Qualitätsstandards. Patienten mit zunächst unklaren Baucherkrankungen werden interdisziplinär auf der viszeralmedizinischen Station in enger Zusammenarbeit mit der internistischen Klinik betreut.

Im Mittelpunkt steht die patientenorientierte Versorgung durch ein engagiertes Team aus Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten. Kurze Wege innerhalb des Krankenhauses sowie eine enge Kooperation mit Hausärzten ermöglichen eine effiziente und abgestimmte Behandlung. Dabei bilden offene Kommunikation, Transparenz und eine umfassende Information über alle Behandlungsschritte die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.

Ein Großteil der Operationen wird minimalinvasiv („Schlüsselloch-Technik“) durchgeführt. Diese schonende Methode reduziert die körperliche Belastung und fördert eine schnelle Erholung. In Kombination mit modernen Behandlungskonzepten nach dem Fast-Track-Prinzip ermöglicht dies eine frühzeitige Rückkehr zur normalen Ernährung und eine Entlassung aus dem Krankenhaus meist bereits nach etwa einer Woche. Das Leistungsspektrum umfasst die operative Behandlung der inneren Organe, insbesondere von Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse sowie der Bauchwand.

Die fachliche Beratung und individuelle Therapieplanung erfolgen im Rahmen der persönlichen Sprechstunden.

Unsere Leistungen

Dünn- und Dickdarmoperationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen, in der Regel minimal-invasiv
Hernienchirurgie: Versorgung von Weichteilbrüchen z.B. Leistenbruch, Bachdeckenbruch
Gallenblasenchirurgie
Proktologische Eingriffe - spezielle proktologische Sprechstunden mit Überweisung durch niedergelassene Chirugen
Operationen an der Schilddrüse
Chirurgische Behandlung von Weichteiltumoren
Lymphknoten-Entfernung zur Abklärung unklarer Befunde
Operationen bei Sinus Pilonidalis, auch Verschiebelappenplastik

Unser Team

Dr. med. Rolf Morkramer
Leitender Arzt Viszeralchirurgie

Facharzt für Chirurgie Viszeralchirurgie

Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie
Dr. med. Inga Hoheisel
Oberärztin Viszeralchirurgie

Fachärztin für Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Proktologie

Hernien (Leisten/Bauchwandbrueche)

Leistenbruch
Patienteninformation Leistenbruchoperation
Ein Leistenbruch entsteht durch Schwachstellen in der Bauchwand, speziell in der Leistengegend. Beim Mann zieht der Samenstrang durch die Bauchwand, bei der Frau ist es das Mutterband. Weitere Faktoren, die einen Leistenbruch begünstigen, sind zunehmendes Alter und nachlassende Festigkeit des Bindegewebes sowie erhöhter Druck im Bauchraum – zum Beispiel durch schweres Heben, chronisches Husten, Niesen oder starkes Pressen beim Stuhlgang.
In den meisten Fällen ist ein Leistenbruch harmlos. Problematisch wird es jedoch, wenn die Beule nicht mehr zurückgedrückt werden kann und schmerzt. Besonders riskant ist es, wenn sich Darmanteile in den Bruchsack verschieben und einklemmen. Diese Einklemmung kann zu einem Darmverschluss führen, bei dem der Darm seine Funktion nicht mehr richtig ausführen kann. Eine schlechte Durchblutung der Darmwand kann zusätzlich zu einer Bauchfellentzündung führen – eine ernste, aber seltene Komplikation. Daher empfehlen wir, bei Schmerzen oder sichtbaren Beulen frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.
Die Behandlung eines Leistenbruchs erfolgt ausschließlich durch eine Operation. Ziel der Operation ist es, die Bauchwand zu verstärken. Wir bieten alle gängigen Verfahren zur Leistenbruchbehandlung an. In den meisten Fällen verwenden wir die minimal-invasive „Schlüssellochchirurgie“, da diese Methode eine kleinere Wunde, weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung ermöglicht.
Bei der offenen Operation nach Shouldice wird die hintere Wand des Leistenkanals durch eine spezielle Nahttechnik verstärkt. Diese Methode kommt bei jungen, schlanken Patienten, insbesondere bei der „Sportlerleisten“ zum Einsatz. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass kein Kunststoffnetz verwendet wird. Dadurch ist der Eingriff besonders für Menschen geeignet, die eine natürliche Gewebestärkung bevorzugen.
Ein wichtiger Punkt: Da bei dieser Methode kein Kunststoffnetz eingesetzt wird, dauert es in der Regel länger, bis Sie wieder voll belastbar sind. Wir empfehlen, nach der Operation besonders vorsichtig mit körperlichen Aktivitäten umzugehen, um den Heilungsprozess optimal zu unterstützen.
Bei der klassischen offenen Operation wird die Bruchlücke durch einen etwa 6 cm langen Schnitt verschlossen. Diese Methode kann auch in lokaler Betäubung oder in Rückenmarksanästhesie erfolgen. Daher eignet sie sich insbesondere Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, aber auch für Patienten, bei denen nach einer minimalinvasiven Operation ein Bruch erneut aufgetreten ist (Rezidiv)
Heutzutage die Standardmethode zur Versorgung von Leistenbrüchen, bei der nur 3 kleine Einschnitte gemacht werden. Dabei wird ein Kunststoffnetz hinter die Muskulatur eingebracht und damit wir die Bauchdecke stabilisiert. Diese Methode hat den Vorteil geringerer Schmerzen, kleinerer Narben und einer schnelleren Erholung. Falls erforderlich könnte gleichzeitig beide Seiten versorgt werden. In der Regel empfehlen wir die minimal-invasive Methode, die für die meisten Patienten die beste Wahl ist.
Bei der roboter-unterstützten Operation wird der Chirurg durch einen Operationsroboter unterstützt, der ihm hilft, präziser zu arbeiten. Diese Technik wird in vielen Bereichen der Chirurgie weiterentwickelt. Allerdings ist sie für die Behandlung von Leistenbrüchen noch nicht weit verbreitet und wird in der Leistenhernienchirurgie derzeit nicht als Standardverfahren eingesetzt.
Auch wenn einige Kliniken diese Methode anbieten, gibt es für die Behandlung eines Leistenbruchs aktuell keine nachgewiesenen Vorteile für den Patienten. Die roboter-unterstützte Operation ist also nicht die bevorzugte Wahl und wird in der Regel nicht empfohlen, da bewährte Verfahren wie die minimal-invasive "Schlüssellochchirurgie" genauso effektive Ergebnisse erzielt.
Die Dauer der Operation liegt in der Regel bei 30 bis 60 Minuten. Mit der Vorbereitung und der Nachbehandlung dauert der gesamte Aufenthalt im OP-Bereich etwa 2 Stunden.
In den meisten Fällen erfolgt die Operation ambulant, das heißt, Sie können noch am selben Tag nach Hause. Sollte es nach der Operation zu Komplikationen kommen oder fühlen Sie sich unwohl, bleiben Sie so lange wie nötig im Krankenhaus.
Nach der Operation sollten Sie sich 3 bis 12 Wochen schonen. Wann Sie wieder mit sportlichen Aktivitäten beginnen können, hängt von den verbleibenden Beschwerden ab. In der Regel ist eine volle Belastbarkeit nach etwa 3 bis 4 Wochen wieder möglich. Verfahren, bei denen ein Kunststoffnetz eingesetzt wird, stabilisieren die Bauchwand schneller und ermöglichen eine frühere Belastung.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollten Sie sich auf die Operation vorbereiten, indem Sie für eine gute körperliche Verfassung sorgen und bei Fragen oder Unsicherheiten mit Ihrem Arzt sprechen. Bei speziellen Anliegen, etwa wenn Sie eine Lokalanästhesie statt einer Vollnarkose wünschen, klären Sie dies ebenfalls im Vorfeld.
Wir empfehlen, einen Leistenbruch frühzeitig behandeln zu lassen, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Unser Team ist auf minimal-invasive Eingriffe spezialisiert und sorgt dafür, dass Sie schnell wieder auf den Beinen sind.
Nabelbruch
Patienteninformation Nabelbruchoperation
Ein Nabelbruch (auch Nabelhernie) ist eine häufige Erkrankung, bei der sich ein Teil des Darms oder Gewebes durch eine Schwachstelle in der Bauchwand im Bereich des Nabels vorwölbt. Der Nabelbruch entsteht in der Regel dort, wo der Nabelstrang während der Geburt durch die Bauchwand verläuft. In den meisten Fällen handelt es sich um eine harmlosere Form der Hernie, die sich in der Regel durch eine sichtbare Vorwölbung im Nabelbereich bemerkbar macht.
Ein Nabelbruch kann verschiedene Ursachen haben, darunter:
Angeboren: Bei vielen Menschen ist der Nabelbruch angeboren und tritt auf, weil sich die Bauchwand nach der Geburt nicht vollständig schließt. Dieser Zustand kann in der Kindheit sichtbar werden, verschwinden aber oft von selbst, wenn sich die Bauchmuskulatur stärkt.

Erwachsene: Bei Erwachsenen entsteht ein Nabelbruch häufig aufgrund von erhöhter Bauchbelastung, die zu einem Druck auf die Bauchwand führt. Mögliche Ursachen sind:
Übergewicht oder Adipositas
Schwangerschaft (besonders bei mehreren Schwangerschaften oder Mehrlingsgeburten)
Chronischer Husten oder chronische Verstopfung, die zu starkem Pressen führen
Schwere körperliche Belastung oder Heben von schweren Lasten
Bindegewebsschwäche, die mit dem Alter oder durch genetische Faktoren auftreten kann
Die häufigsten Symptome eines Nabelbruchs sind:
Vorwölbung oder Schwellung im Bereich des Nabels, die besonders beim Husten, Pressen oder Anstrengen sichtbar wird.
Schmerzen oder Druckgefühl an der Stelle des Bruchs, insbesondere bei körperlicher Anstrengung.
In den meisten Fällen sind diese Symptome leicht bis mäßig und nicht mit akuten Schmerzen verbunden.
In sehr seltenen Fällen kann der Nabelbruch eingeklemmt werden, was bedeutet, dass sich ein Darmabschnitt in der Bruchstelle festsetzt und nicht mehr zurückgeschoben werden kann. Dies kann zu einer Störung der Blutversorgung des betroffenen Gewebes führen und eine Notfallbehandlung erfordern.
Die Behandlung eines Nabelbruchs hängt von der Schwere der Symptome und dem Alter des Patienten ab. In den meisten Fällen ist eine chirurgische Behandlung die einzige Möglichkeit, um den Bruch zu heilen. Es gibt zwei Hauptansätze zur Behandlung eines Nabelbruchs:

Behandlung ohne Operation (bei kleinen, symptomfreien Nabelbrüchen)
Wenn der Nabelbruch klein ist und keine Beschwerden verursacht, kann der Arzt zunächst eine abwartende Haltung empfehlen. In solchen Fällen ist eine chirurgische Behandlung nicht unbedingt erforderlich, besonders wenn der Bruch keine Beschwerden verursacht und keine Anzeichen einer Einklemmung vorliegen.
In manchen Fällen wird eine Bauchstütze oder ein Bauchgurt empfohlen, um die Beschwerden zu lindern und den Druck auf den Nabelbereich zu verringern.

Chirurgische Behandlung (Nabelbruch-Operation)
Wenn der Nabelbruch Beschwerden verursacht oder das Risiko einer Einklemmung besteht, wird eine Operation empfohlen. Bei der chirurgischen Behandlung wird das vorgewölbte Gewebe wieder zurück in den Bauchraum geschoben und die Schwäche der Bauchwand verschlossen. Der Eingriff wird meist unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt, je nach Größe des Bruchs und der Wahl des Chirurgen.

Offene Operation: 
Bei dieser Methode wird ein Schnitt im Bereich des Nabels gemacht, um das Gewebe zu reparieren und die Bauchwand zu stärken.

Minimalinvasive Operation (Laparoskopie): 
In einigen Fällen kann der Nabelbruch auch minimalinvasiv operiert werden. Hierbei werden nur kleine Schnitte gemacht, durch die die notwendigen Instrumente eingeführt werden, um den Bruch zu reparieren. Diese Methode ermöglicht eine schnellere Heilung und weniger Schmerzen nach der Operation.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Operationstechniken erfahren Sie auf unserer Internetseite www.Hernienzentrum-Niederrhein.de

Nach der Operation zur Behandlung eines Nabelbruchs erfolgt eine Rehabilitation, die je nach Art der Operation unterschiedlich lang ausfallen kann. In den ersten Tagen nach der Operation sind Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Nabels normal. Diese können mit Schmerzmitteln behandelt werden.
Frühzeitige Mobilisierung ist wichtig, um Komplikationen wie Thrombosen (Blutgerinnsel) und Lungenentzündungen zu vermeiden.
Vermeidung von schwerem Heben oder körperlicher Anstrengung in den ersten Wochen nach der Operation ist wichtig, um den Heilungsprozess zu unterstützen und eine erneute Bruchbildung zu verhindern.
Die meisten Patienten können nach einer minimalinvasiven Operation innerhalb weniger Tage nach Hause gehen, während die Heilung nach einer offenen Operation etwas länger dauern kann.
Nach einer erfolgreichen Operation ist die Prognose in der Regel sehr gut. Der Nabelbruch wird dauerhaft beseitigt, und die Patienten können nach der Heilung ein normales Leben führen, ohne Beschwerden zu haben. Die Rückfallquote bei Nabelbrüchen ist niedrig, insbesondere wenn der Bruch rechtzeitig und fachgerecht behandelt wird.
Ein Nabelbruch ist eine häufige und in den meisten Fällen gut behandelbare Erkrankung. Wenn der Nabelbruch Beschwerden verursacht oder mit Komplikationen verbunden ist, ist eine chirurgische Behandlung erforderlich. Nach der Operation zur Reparatur des Nabelbruchs können die meisten Patienten wieder vollständig genesen und ein normales Leben führen.
Narbenbruch
Patienteninformation Nabelbruchoperation
Beim Narbenbruch kommt es im Bereich einer Operationsnarbe zur Vorwölbung von Organen der Bauchhöhle. Ursache kann eine Bindegewebsschwäche sein, die wiederum häufig die Folge von Entzündungen einer ehemaligen Operationswunde ist. Narbenbrüche werden aber auch durch einen erhöhten Bauchinnendruck (Übergewicht, Lungenerkrankungen) begünstigt.
Der Narbenbruch wird im Laufe der Zeit größer und ist dann operativ schlechter zu versorgen. Zudem besteht permanent die Gefahr, dass sich beispielsweise Darmschlingen einklemmen und verletzt werden. Eine sofortige chirurgische Behandlung ist dann notwendig, wenn der Bruch sich nicht wieder zurückdrängen lässt (eingeklemmter Bruch).
Bei der Operation wird der Bruch freigelegt und wieder in die Bauchhöhle zurück verlagert. Anschließend wird die sogenannte Bruchpforte, also das Loch in der Bauchwand, verschlossen.
Nur bei sehr kleinen Defekten von wenigen Zentimetern wird heutzutage noch das Loch mit Naht verschlossen. In allen anderen Fällen sollte zur Verstärkung ein nicht auflösbares Kunststoffnetz in die Bauchdecke eingepflanzt werden. Dies kann entweder durch eine minimalinvasive Operation oder aber über Wiedereröffnen der Narbe über den „alten Schnitt“ erfolgen.
Die Entscheidung, welches Operationsverfahren durchgeführt werden sollte, hängt von der Größe und Beschaffenheit des Narbenbruches sowie der körperlichen Verfassung des Patienten ab.
Wir bieten die Einpflanzung von Kunststoffnetzen in offener Sublay-Technik (über den alten Schnitt) als auch in der Schlüssellochtechnik (IPOM) an. Ein kleiner Bruch kann auch durch eine Naht ohne Netz versorgt werden.
In bestimmten Fällen kann auch bei Narbenhernien eine komplette Eröffnung der Narbe durch minimalinvasive Operationstechnik vermieden werden. ( MILOS, E-MILOS, eTEP und weitere)
Je nach Operationsverfahren und Größe des Bruches beträgt die Dauer des stationären Aufenthaltes 1- 5 Tage nach der Operation. Einige Operationsverfahren können auch ambulant durchgeführt werden.
Die körperliche Belastung kann abhängig von den Schmerzen langsam gesteigert werden. Eine spezielle Einschränkung ist in der Regel zumindest nach der Einpflanzen von Kunststoffnetzen nicht erforderlich.

Nach einer Narbenbruchoperation erfolgen 1 – 2 Wochen Schonung, orientiert an den postoperativen Restbeschwerden, danach sind leichte Tätigkeiten bereits möglich. Erfahrungsgemäß ist eine volle Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit nach ca. 3 – 12 Wochen möglich.
Bei den Nahttechniken wird eine Vermeidung starker körperlicher Anstrengung (Heben über 20 kg) über 3 Monate empfohlen.

Sportler-Leiste/Weiche Leiste
Der Begriff „weiche Leiste“ bezeichnet die Vorstufe eines Leistenbruchs. Spricht man in sportchirugischem Sinn von einer weichen Leiste, so ist hiermit eine Instabilität der hinteren Bauchdecke in der Leiste gemeint. Diese lässt sich nahezu ausschließlich während der sonographischen Untersuchung (Ultraschall) oder per MRT nachweisen.
Unbehandelt geht die „weiche Leiste“, auch Sportlerleiste genannt, fast immer in einen Leistenbruch über. Eine „weiche Leiste“ sollte aber nur operiert werden, wenn sie Schmerzen verursacht oder wenn zusätzlich ein kleiner Leistenbruch vorliegt. Manchmal liegt bei einem Hochleistungssportler beidseits eine „weiche Leiste“ vor, er hat aber zum Untersuchungszeitunkt nur einseitig Beschwerden. Dann sollte man mit ihm besprechen, ob eine Stabilisierung der Leistenhinterwand nur einseitig oder eventuell doch beidseits vorgenommen werden soll, um eine mögliche Zweitoperation in näherer Zukunft zu vermeiden.
Welches Operationsverfahren in Abstimmung mit dem Patienten gewählt wird, hängt im Wesentlichen von der Größe des Befundes ab und davon, ob es sich um eine ein- oder beidseitige Operation handelt. Ziel aller Operationen ist eine Stabilisierung der Leistenhinterwand, entweder durch bestimmte Nahttechniken unter Verwendung von Eigengewebe oder durch das Einbringen ultraleichter Netze.
Wie lange dauert die OP? Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Die Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei stationärer Aufnahme dauert der Klinikaufenthalt maximal ein bis zwei Tage.
Bei einseitigem Befund kommt sowohl das Operationsverfahren nach Shouldice als auch die endoskopische Stabilisierung der Hinterwand mit ultraleichten Netzen in Betracht. Je größer der Befund, desto eher sollte ein endoskopisches Verfahren (TAPP- oder TEP-Technik) gewählt werden.

Bei beidseitigen Befunden sollte wenn möglich einem endoskopischen Verfahren der Vorzug gegeben werden, da beide Seiten über die gleichen Hautschnitte (10 mm und 5 mm) versorgt werden können. Beide endoskopischen Verfahren zeichnen sich durch eine nur wenige Tage dauernde Genesungsphase aus. Bei den endoskopischen Operationsverfahren ist die Gefahr eines erneuten Leistenbruchs an der gleichen Stelle im Vergleich zu allen anderen Verfahren am geringsten.
Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?

Leichte körperliche oder sportliche Aktivität, z.B. leichtes Lauftraining, ist nach wenigen Tagen möglich. Die Steigerung der Trainingsintensität erfolgt nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten und Physiotherapeuten.

Eine zu frühe Vollbelastung, z.B. beim Schusstraining oder in einer Wettkampfsituation, die den Erfolg der Operation gefährdet, ist bei den endoskopischen Verfahren nicht möglich. Bei diesen Verfahren wird nicht genäht, um die Leistenhinterwand zu stabilisieren, so dass auch keine Naht ausreißen kann. Die Kräfte werden über das ultraleichte Kunststoffnetz gleichmäßig verteilt.
Zwerchfellbruch
Das Zwerchfell ist ein kuppelförmiger Muskel mit Sehnenanteilen, der Brusthöhle und Bauchhöhle voneinander trennt. Hauptaufgabe des Zwerchfells ist ein Mitwirken bei der Atmung.

Liegt ein Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie) vor, so gleiten Organe aus dem Bauchraum durch eine Lücke des Zwerchfells in den Brustraum. Eine Zwerchfelllücke kann bereits bei der Geburt bestehen oder später erworben sein. Letzteres entsteht oft bei einer Gewebeschwäche im Durchtrittsbereich der Speiseröhre. Der dort hindurchtretende Bruch wird Hiatushernie genannt.

Es gibt mehrere Arten von Hiatushernien. Eine axiale Hiatushernie ist eine Verschiebung des Magens in Längsrichtung nach oben aufgrund einer Lösung des Mageneingangs. Eine paraösophageale Hernie ist eine Verschiebung von Magenanteilen oder auch vom Darm am weiterhin fest sitzenden Mageneingang entlang. Es bestehen auch Mischformen (Mischhernie). Als Extremform kann sich der komplette Magen verlagern (upside-down stomach).
Kann ein Zwerchfellbruch gefährlich werden?

Größere Hernien können zu Schluckbeschwerden oder Sodbrennen durch Zurückfließen der Nahrung führen. Durch Störungen des Magen-Darm-Transports können unter anderem Erbrechen oder Blähungen bestehen. Bei großen Hernien kann die Herz- und Lungenfunktion mechanisch behindert werden.

Bei der paraösophagealen Hernie besteht die Gefahr, dass sich Magen- oder Darmanteile in der Lücke einklemmen, was zu Durchblutungsstörungen des Abschnitts, zu einem Durchbruch (Perforation) und somit zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis), welche lebensbedrohlich sein kann, führen kann. Eine axiale Hernie wird nur dann chirurgisch behandelt, wenn es zu stärkeren Beschwerden kommt.
Welche Operationsmethoden stehen mir zu Verfügung, was wird operiert?

Es bestehen mehrere Operationsmöglichkeiten. In unserer Klinik erfolgt die Operation üblicher Weise laparoskopisch, das heißt über einige kleine Schnitte im Oberbauch, manchmal ist jedoch auch ein herkömmlicher Bauchschnitt (Laparotomie) erforderlich

Bei der laparoskopischen Technik wird über einen kleinen Einschnitt am Bauchnabel ein optisches Gerät (Laparoskop) mit einer kleinen Videokamera eingeschoben. Um das Bauchgewölbe aufzuspannen und die Sicht zu verbessern, wird CO2-Gas eingeblasen. Benötigte Instrumente werden über weitere Einschnitte in den Bauchraum eingeführt. Auf einem Monitor sieht der Operateur in Echtzeit das Operationsgebiet.

Ziel der Zwechfelloperation ist es, die Organe wieder in ihre ursprüngliche Position in der Bauchhöhle zu bringen und dort zu fixieren.

Bei einer Hiatuseinengung (Hiatoplastik) wird die Zwerchfelllücke enger genäht.

Bei einer Gastropexie oder Fundopexie wird der Magen an Strukturen des Bauchraumes genäht, damit er sich nicht mehr verschieben kann.

Bei einer Fundoplastik (Fundoplikatio) wird aus Magenanteilen eine Manschette gebildet, die um den untersten Anteil der Speiseröhre angelegt wird. Dadurch wird eine Minderung des Rückflusses von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre erzielt.
Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.
Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 5 – 7 Tage.

Da der Übergang von der Speiseröhre in den Magen eingeengt wird und dieser Bereich nach der Operation etwas anschwellen kann, erhält man 2 Tage nach der Operation nur flüssige Kost, dann 2 Tage breiige Kost und erst danach Normalkost. Diese sollte dann sehr gut gekaut und eingespeichelt werden und langsam in kleinen Portionen geschluckt werden.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?

Es ist möglich, dass es eine längere Zeit dauert, bis sich wieder eine normale Stabilität des Zwerchfells ausbildet. Daher sollte für bis zu 6 Monaten keine zu stark belastenden Aktivitäten, z.B. Hochheben schwerer Gegenstände oder zu intensiver Sport, ausgeübt werden.

Magen/Darm

Galle
Patienteninformation Gallenblasenoperation
Gallensteine sind feste Ablagerungen, die sich in der Gallenblase bilden können. Die Gallenblase ist ein kleines Organ, das unter der Leber liegt und Gallenflüssigkeit speichert, die für die Verdauung von Fetten notwendig ist. Gallensteine entstehen, wenn sich die Bestandteile der Gallenflüssigkeit (wie Cholesterin, Bilirubin oder Gallensalze) in der Gallenblase zu festen Kristallen und später zu Steinen verdichten.
Es gibt zwei Hauptarten von Gallensteinen:
Cholesterinsteine: Diese sind die häufigsten und bestehen hauptsächlich aus Cholesterin, das in der Galle gelöst ist.
Pigmentsteine: Diese bestehen aus Bilirubin, einem Abbauprodukt der roten Blutkörperchen, und entstehen häufig bei Erkrankungen, die den Abbau von roten Blutkörperchen erhöhen.
Viele Menschen mit Gallensteinen haben keine Beschwerden und wissen oft nicht, dass sie Gallensteine haben. Dies wird als stille Gallensteinleiden bezeichnet. Wenn Gallensteine jedoch Beschwerden verursachen, spricht man von einer Cholelithiasis. Mögliche Symptome sind:
Koliken im Oberbauch: Besonders nach fettreichen Mahlzeiten können plötzlich starke Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten. Diese Schmerzen sind in der Regel krampfartig und können bis in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen.
Übelkeit und Erbrechen: Begleitet von den Schmerzen, vor allem nach dem Verzehr von fettigem Essen.
Gelbsucht (Ikterus): Wenn ein Gallenstein den Gallengang blockiert, kann es zu einer Gelbfärbung der Haut und Augen kommen.
Fieber und Schmerzen im Oberbauch: Ein Zeichen dafür, dass eine Entzündung oder Infektion der Gallenblase (Cholezystitis) vorliegt.
Die genaue Ursache für die Entstehung von Gallensteinen ist noch nicht vollständig geklärt, es gibt jedoch mehrere Faktoren, die das Risiko erhöhen können:
• Fett- und cholesterinreiche Ernährung
• Übergewicht oder Fettleibigkeit
• Schnelle Gewichtsabnahme (z.B. bei Diäten oder nach einer bariatrischen Chirurgie)
• Schwangerschaft oder hormonelle Veränderungen, insbesondere ein erhöhter Östrogenspiegel
• Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter
• Vererbung: Eine familiäre Häufung von Gallensteinen kann das Risiko erhöhen
Die Diagnose wird in der Regel durch eine Kombination aus Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren gestellt. Häufig angewendete Verfahren sind:
Ultraschall: Eine der häufigsten und zuverlässigsten Methoden zur Diagnose von Gallensteinen.
CT-Scan: In seltenen Fällen wird auch eine Computertomographie zur Beurteilung verwendet.
Cholangiopankreatikographie (MRCP): Ein spezielles Verfahren zur Darstellung der Gallengänge mittels Magnetresonanztechnik. Falls der Ultraschall oder die Laborwerte den Verdacht nahelegen dass ein Stein im Gallengangssystem verklemmt ist
Bluttests: Um Anzeichen einer Entzündung oder eines Gallengangsteines zu erkennen.
Komplikationen von Gallensteinen
Unbehandelte Gallensteine können zu verschiedenen Komplikationen führen, darunter:
Cholezystitis: Eine Entzündung der Gallenblase, die mit Fieber, Schmerzen und Übelkeit einhergeht.
Gallenblasenperforation: Wenn die Gallenblase aufgrund einer Entzündung aufbricht, kann es zu einer Bauchfellentzündung kommen, die eine Notfallbehandlung erfordert.
Gallengangverschluss: Wenn Gallensteine in die Gallengänge gelangen und diese blockieren, kann dies zu einer Gelbsucht und einer Leberentzündung führen.
Pankreatitis: Gallensteine, die in den Bauchspeicheldrüsengang gelangen, können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen, die sehr schmerzhaft und potenziell lebensbedrohlich ist.
Die Behandlung hängt von den Symptomen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab:
Konservative Behandlung (bei symptomlosen Gallensteinen): Wenn Gallensteine keine Beschwerden verursachen, sind oft keine Maßnahmen erforderlich. Eine regelmäßige Überwachung ist jedoch sinnvoll, da Gallensteine mit der Zeit Symptome hervorrufen können.
Chirurgische Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie):
Die gängigste Behandlung bei Beschwerden oder Komplikationen durch Gallensteine ist die Entfernung der Gallenblase. Diese Operation wird meist laparoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt, was bedeutet, dass nur kleine Schnitte gemacht werden und der Patient schneller wieder genesen kann. In schweren Fällen oder bei Entzündungen kann eine offene Cholezystektomie notwendig sein. Wenn Gallensteine die Gallengänge blockieren (z.B. den gemeinsamen Gallengang), kann ein endoskopisches Verfahren (ERCP) zur Entfernung der Steine durchgeführt werden.
Wie lange dauert die OP?
Die Operation in Vollnarkose dauert ca. 30 – 60 Minuten.
Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 1 – 2 Tage. In einzelnen Fällen kann der Eingriff auch ambulant erfolgen. Bei schwerer Entzündung der Gallenblase kann auch ein längerer stationärer Aufenthalt erforderlich sein.
Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.
Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?
Insbesondere nach der „Schlüsselloch-Chirurgie“ treten kaum Schmerzen auf. Schon am Abend des Operationstages kann der Patient aufstehen und herumlaufen und auch mit der Aufnahme flüssiger und fester Nahrung beginnen. Erfahrungsgemäß ist eine volle Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit nach ca. 2-3 Wochen möglich.
Appendix - Blinddarmentzuendung
Der Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) ist eine wurmförmige Ausstülpung am Anfang des Dickdarmes, der an dieser Stelle Blinddarm heißt und im rechten Unterbauch liegt. Beim gesunden Menschen trägt der Wurmfortsatz zur lokalen Immunabwehr im Darmbereich bei.
Die Appendektomie ist eine chirurgische Operation, bei der der Wurmfortsatz (Appendix) entfernt wird. Diese Operation ist notwendig, wenn der Wurmfortsatz entzündet ist, eine sogenannte Appendizitis vorliegt. Eine unbehandelte Appendizitis kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wie zum Beispiel einer Perforation (Durchbruch des Wurmfortsatzes), was eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) zur Folge haben kann.
Die Operation wird in der Regel durchgeführt, um eine akute Blinddarmentzündung zu behandeln und Komplikationen zu vermeiden. In seltenen Fällen kann auch eine konservative Behandlung mit Antibiotika versucht werden, allerdings ist die Entfernung des Wurmfortsatzes die einzige Methode, die ein Wiederauftreten der Erkrankung verhindert.
Die Appendektomie wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt, sodass der Patient während der gesamten Operation keine Schmerzen verspürt. Es gibt zwei Hauptmethoden der Durchführung:

Minimalinvasive Operation (Laparoskopische Appendektomie):
Diese Methode ist heutzutage die bevorzugte Variante und wird meist bei unkomplizierten Fällen angewendet. Dabei werden kleine Schnitte im Bauchraum gemacht, durch die ein Kamera-System und spezielle chirurgische Instrumente eingeführt werden. Mit Hilfe der Kamera kann der Wurmfortsatz genau lokalisiert und entfernt werden. Der Vorteil dieser Methode sind kleinere Schnitte, eine schnellere Genesung, geringere Schmerzen nach der Operation und in der Regel ein kürzerer Krankenhausaufenthalt.

Offene Operation:
Wenn die Entzündung sehr schwerwiegend ist oder Komplikationen wie ein Durchbruch des Wurmfortsatzes vorliegen, wird die Operation möglicherweise auf offenem Weg durchgeführt. Hierbei wird ein größerer Schnitt im Bauchraum gemacht, um den Wurmfortsatz zu entfernen. Diese Methode kann notwendig sein, wenn es zu einer Peritonitis (Bauchfellentzündung) gekommen ist oder wenn andere Komplikationen vorliegen, die eine genauere Kontrolle erfordern.

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei der Appendektomie gewisse Risiken. Komplikationen treten bei der laparoskopischen Methode seltener auf als bei der offenen Operation, insbesondere in unkomplizierten Fällen.
In einigen Fällen wird auch eine konservative Behandlung mit Antibiotika in Erwägung gezogen. Diese Methode wird jedoch nur unter bestimmten Umständen angewendet, zum Beispiel wenn die Entzündung noch nicht sehr ausgeprägt ist oder der Patient ein hohes Risiko für eine Operation hat. Allerdings kann eine antibiotische Therapie das Risiko eines erneuten Auftretens der Appendizitis nicht ausschließen, und eine Appendektomie bleibt die sicherste Methode, um die Erkrankung langfristig zu heilen.
Die Appendektomie ist eine sichere und effektive Methode zur Behandlung einer akuten Blinddarmentzündung. Der Eingriff erfolgt in der Regel minimalinvasiv und ermöglicht eine schnelle Genesung. Bei schwerwiegenden Entzündungen kann jedoch auch eine offene Operation erforderlich sein. Die Entfernung des Wurmfortsatzes verhindert ein Wiederauftreten der Appendizitis und beugt möglichen Komplikationen vor.
Die Operation in Vollnarkose dauert ca. 1 Stunde.
Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 1 – 3 Tage. Einzelne Operationen können auch ambulant erfolgen. Bei schwerer Entzündung ist allerdings auch ein längerer stationärer Aufenthalt möglich.
Nach der Operation
Nach einer erfolgreichen Appendektomie müssen Patienten in der Regel mit einer Genesungszeit von etwa 1 bis 2 Wochen rechnen. Während dieser Zeit können Schmerzen auftreten, die mit Schmerzmitteln behandelt werden können. Die meisten Patienten können nach einer laparoskopischen Appendektomie schon nach wenigen Tagen wieder nach Hause gehen, während eine offene Operation eventuell einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert.

Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.
Divertikulitis
Divertikulitis ist eine Entzündung oder Infektion von Divertikeln, kleinen Ausstülpungen oder Taschen, die sich in der Wand des Dickdarms bilden können. Diese Divertikel entstehen meist in älteren Lebensjahren, wenn der Druck im Darm aufgrund einer ballaststoffarmen Ernährung oder anderer Faktoren zu hoch wird. In den meisten Fällen sind Divertikel harmlos und verursachen keine Symptome, doch wenn sich ein Divertikel entzündet oder infiziert, spricht man von Divertikulitis.
Die genaue Ursache für die Entstehung von Divertikeln und Divertikulitis ist nicht vollständig geklärt. Allerdings gibt es verschiedene Faktoren, die das Risiko erhöhen können:
• Ballaststoffarme Ernährung:
Eine Ernährung, die arm an Ballaststoffen und reich an tierischen Fetten ist, kann das Risiko erhöhen, da sie den Stuhlgang erschwert und den Druck im Darm erhöht.
• Alter:
Divertikel treten häufiger bei älteren Erwachsenen auf, besonders ab dem 50. Lebensjahr.
• Verstopfung:
Chronische Verstopfung kann die Entstehung von Divertikeln begünstigen.
• Fettleibigkeit:
Übergewicht kann das Risiko für Divertikulitis erhöhen.
• Rauchen:
Rauchen wird ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Divertikulitis in Verbindung gebracht.
• Bewegungsmangel:
Eine geringe körperliche Aktivität kann das Risiko erhöhen.
Die Symptome einer Divertikulitis variieren je nach Schweregrad der Erkrankung, beinhalten jedoch in der Regel:
Bauchschmerzen, meist im linken Unterbauch, die plötzlich auftreten und bei Druckempfindlichkeit verstärkt werden.
Fieber: Ein Zeichen für eine Entzündung oder Infektion.
Veränderungen im Stuhlgang: Dies kann in Form von Durchfall oder Verstopfung auftreten.
Übelkeit und Erbrechen.
Appetitlosigkeit.
In schwereren Fällen kann es zu Blutungen im Stuhl kommen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Divertikulitis und den individuellen Umständen des Patienten. Es gibt sowohl konservative als auch chirurgische Behandlungsmöglichkeiten.
Bei einer milden Divertikulitis ohne Komplikationen erfolgt die Behandlung in der Regel mit Antibiotika zur Bekämpfung der Infektion. Zusätzlich wird empfohlen, vorübergehend eine flüssige Diät einzuhalten, um den Darm zu entlasten und den Heilungsprozess zu unterstützen. Wenn die Symptome sich bessern, kann die Ernährung schrittweise auf feste Nahrungsmittel umgestellt werden.
Wenn die Divertikulitis schwerwiegender ist, beispielsweise mit hohem Fieber, starken Schmerzen oder Abszessen, kann eine stationäre Behandlung notwendig sein. Dies umfasst:
Intravenöse Antibiotikagabe,
Diät, oft in Kombination mit Flüssigkeitszufuhr.
Abszessdrainage: In einigen Fällen kann es notwendig sein, einen Abszess durch eine Drainage (Mikrochirurgie) zu entleeren, falls er sich gebildet hat.
Bei Perforation des Darms (Durchbruch) ist eine Notoperation erforderlich.
Wenn die Divertikulitis immer wieder auftritt oder Komplikationen wie Abszesse, Fisteln (unnatürliche Verbindungen zwischen Darm und anderen Organen) oder eine Darmperforation vorliegen, kann eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts notwendig werden.
In einigen Fällen wird ein Stoma (künstlicher Darmausgang) erforderlich, wenn der Darm nicht wieder sicher verbunden werden kann. In der Regel ist dies jedoch eine vorübergehende Maßnahme, und in vielen Fällen kann nach einer weiteren Heilungsphase eine zweite Operation zur Wiederherstellung der normalen Darmfunktion durchgeführt werden.
In den meisten Fällen kann der Eingriff auch bei Vorliegen einer akuten Entzündung minimalinvasiv durchgeführt werden. Oft wird jedoch zunächst eine antibiotische Behandlung durchgeführt. Um die Operationsbedingungen zu verbessern wird dann Häufig der Eingriff erst nach 6-8 Wochen (nach Rückbildung der entzündlichen Veränderungen im Bauchraum) durchgeführt.
Obwohl Divertikulitis in vielen Fällen gut behandelbar ist, kann sie in schweren Fällen zu Komplikationen führen:
Perforation: Ein Durchbruch des entzündeten Divertikels, der zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen kann.
Abszessbildung: Eine Ansammlung von Eiter, die in einigen Fällen operativ drainiert werden muss.
Fisteln: Unnatürliche Verbindungen zwischen dem Darm und anderen Organen oder der Haut.
Darmverengung (Stenose): Eine Verengung des Darms aufgrund von Narbenbildung.
Blutungen: In seltenen Fällen kann es zu Blutungen aus den Divertikeln kommen.
Divertikulitis ist eine Erkrankung, bei der Entzündungen und Infektionen der Divertikel im Dickdarm auftreten. In den meisten Fällen kann die Erkrankung erfolgreich konservativ, also ohne Operation, behandelt werden, und eine Umstellung auf eine gesunde Ernährung kann helfen, das Risiko für künftige Schübe zu minimieren. Bei schweren oder wiederkehrenden Fällen kann eine chirurgische Behandlung notwendig sein.
Die Operation dauert zwischen 1 und 3 Stunden.
Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.
Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 7 – 10 Tage.
Erfahrungsgemäß ist eine volle Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit nach ca. 6-8 Wochen möglich.
Dickdarmkarzinom
Patienteninformation Dickdarmoperation
Als Gründungmitglied des Tumorzentrum Niederrhein, einem Verbund von mehreren Krankenhäusern am Niederrhein sowie diversen niedergelassenen Praxen zur Versorgung der Krebserkrankung, versorgen wir Patienten mit Darmkrebs in Kooperation mit unseren Partnern auch als Haus der Grund und Regelversorgung auf höchstem medizinischem Niveau.
Dickdarmkrebs, auch als Kolorektales Karzinom bezeichnet, ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit. Dabei handelt es sich um bösartige Tumoren, die im Dickdarm oder im Enddarm (Rektum) entstehen. Der Tumor wächst meist aus kleinen Wucherungen, den sogenannten Polypen, die sich im Laufe der Zeit zu Krebs entwickeln können. Deshalb wird empfohlen, ab einem bestimmten Alter regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie die Darmspiegelung (Koloskopie) durchzuführen, um Polypen frühzeitig zu entdecken und zu entfernen.
Die Behandlung von Dickdarmkrebs hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Stadium des Krebses, der Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Nach eingehender Diagnostik werden die gewonnenen Erkenntnisse in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz des Tumor Zentrums Niederrhein diskutiert. Es erfolgt dann die Festlegung der weiteren Behandlung. Die Standardbehandlung für Dickdarmkrebs ist eine chirurgische Entfernung des Tumors und des betroffenen Darmabschnitts. In einigen Fällen ist vor der Operation eine Chemotherapie zur Verbesserung der Operationsergebnisse notwendig.
Die Operation ist die häufigste und wichtigste Behandlung bei Dickdarmkrebs, besonders im Frühstadium. Sie wird in den meisten Fällen durchgeführt, wenn der Tumor lokalisiert ist und noch nicht auf andere Organe metastasiert hat. Ziel der Operation ist es, den Tumor und den umgebenden Bereich mit gesundem Gewebe zu entfernen, um sicherzustellen, dass keine Krebszellen zurückbleiben.
Die Art der Operation hängt vom Stadium des Krebses und dem betroffenen Bereich des Dickdarms ab. Es gibt zwei Hauptarten der Operation:

Laparoskopische Operation (Minimalinvasive Chirurgie):
Diese Methode wird immer häufiger angewendet. Hierbei führt der Chirurg kleine Instrumente und eine Kamera durch mehrere kleine Schnitte im Bauchraum ein. Dies ermöglicht eine präzisere Entfernung des Tumors mit weniger Gewebeschäden, kürzeren Heilungszeiten und kleineren Narben. Der Vorteil der laparoskopischen Methode ist eine schnellere Erholung und weniger Schmerzen nach der Operation.

Offene Operation:
Wenn der Tumor größer ist oder Komplikationen wie Metastasen oder entzündliche Veränderungen im Darm vorliegen, kann eine offene Operation erforderlich sein. Hierbei wird ein größerer Schnitt im Bauchbereich gemacht, um den Tumor und das betroffene Darmstück zu entfernen.
Was passiert bei der Operation?
Während der Operation wird der betroffene Abschnitt des Dickdarms entfernt. Je nachdem, wie viel Darmgewebe betroffen ist, wird der Chirurg den Darm entweder wiederverbinden (Anastomose), sodass der Stuhlgang weiterhin normal erfolgen kann, oder es wird eine künstliche Darmausgang (Stoma) gelegt. Ein Stoma ist eine Öffnung im Bauch, über die der Stuhlgang in einen Beutel geleitet wird. Dies ist vorübergehend oder, in seltenen Fällen, dauerhaft notwendig, wenn eine Wiederverbindung des Darms nicht möglich ist.

Routinemäßig wird bei allen Operationen eine Lymphadenektomie durchgeführt, bei der die umliegenden Lymphknoten entfernt werden, um festzustellen, ob der Krebs sich weiter ausgebreitet hat.

Nach der Entfernung des Tumors erfolgt eine Erholungsphase, die je nach Art der Operation und dem Gesundheitszustand des Patienten unterschiedlich lang sein kann:

Schmerzkontrolle: In den ersten Tagen nach der Operation werden Schmerzmittel zur Linderung der Beschwerden verabreicht.

Darmfunktion: Der Darm muss sich nach der Operation erholen. Dies kann einige Zeit dauern, und es kann vorübergehend zu Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Verstopfung kommen.

Wundheilung: Bei einer offenen Operation ist mit einer längeren Heilungszeit der Bauchwunde zu rechnen. Bei der laparoskopischen Methode ist die Heilung in der Regel schneller.

Nach der Operation bleibt der Patient in der Regel für mehrere Tage im Krankenhaus, um die ersten Heilungsprozesse zu überwachen. Sobald der Zustand stabil ist, kann der Patient nach Hause entlassen werden. Die Wundheilung und die Anpassung des Körpers an die Veränderungen benötigen jedoch noch Zeit.
Nach der Operation sollten Patienten zunächst leichte Kost zu sich nehmen und den Darm nicht überlasten. In den ersten Tagen nach der Operation wird meist eine flüssige Diät verordnet. Nach und nach wird die Ernährung auf festere Nahrung umgestellt. In einigen Fällen kann es zu vorübergehenden Verdauungsproblemen kommen, insbesondere wenn größere Teile des Darms entfernt wurden.
Wie bei jeder größeren Operation können auch nach der Entfernung von Dickdarmkrebs Komplikationen auftreten. Diese Komplikationen treten nicht bei allen Patienten auf und können in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.
Nach der Operation ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig. Ein für Sie individuell erstelltes Nachsorgeprogramm wird durch unsere Tumorkonferenz festgelegt. Diese umfasst:
Krebsvorsorgeuntersuchungen, wie Bildgebungsverfahren (CT, MRT) und Bluttests zur Überprüfung auf mögliche Restkrebszellen oder Metastasen.
Ernährungsberatung, um eine gesunde und ausgewogene Ernährung sicherzustellen, die den Heilungsprozess unterstützt.
Physiotherapie, um nach der Operation wieder zu Kräften zu kommen und sich wieder zu bewegen.
In einigen Fällen wird nach der Operation auch eine chemotherapeutische Behandlung empfohlen, um eventuelle verbleibende Krebszellen zu zerstören und das Risiko eines Rückfalls zu verringern.
Auch eine psychologische Unterstützung kann Ihnen angeboten werden
Die Prognose nach einer Dickdarmkrebsoperation hängt vom Stadium des Krebses ab. Wenn der Krebs frühzeitig erkannt und vollständig entfernt wird, sind die Heilungschancen sehr gut. Wenn der Krebs jedoch bereits fortgeschritten ist und sich auf andere Organe ausgebreitet hat, ist die Behandlung komplexer und die Prognose hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Die Operation bei Dickdarmkrebs ist die wichtigste Therapieoption, um den Tumor zu entfernen und die Heilungschancen zu verbessern. Die Entscheidung über die Art der Operation wird individuell getroffen und hängt vom Tumorstadium sowie vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Mit einer frühen Diagnose und einer erfolgreichen Behandlung durch chirurgische Entfernung des Tumors können die Heilungschancen erheblich erhöht werden.
Proktologie
Patienteninformation Hämorrhoiden
Schilddrüse
Die endokrine Chirurgie fasst die operative Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen zusammen. Dazu zählen Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren, die häufigsten Eingriffe finden hierbei an der Schilddrüse statt. Zusätzlich umfasst die endokrine Chirurgie auch Erkrankungen anderer hormonproduzierender Tumore wie beispielsweise Tumore im der Bauchspeicheldrüse (z.B. Insulinome), Zwölffingerdarm (z.B. Gastrinome), und Dünn- und Dickdarm (z.B. Karzinoid).

Sowohl gutartige als auch bösartige Erkrankungen können durch eine Operation behandelt werden. Während bösartige Erkrankungen fast immer eine operative Therapie erforderlich machen, ist bei gutartigen Erkrankungen oft eine eingehende Beratung und Abwägung erforderlich, daher ist bei folgenden Erkrankungen eine Vorstellung in unserer Sprechstunde für endokrine Chirurgie sinnvoll:

Einzelne oder mehrere Knoten der Schilddrüse (Struma uninodosa oder multinodosa)
Gewebevermehrung der Schilddrüse (Struma)
Bösartige Neubildungen der Schilddrüse (Schilddrüsenkarzinom)
Über- und Unterfunktion der Schilddrüse
Entzündungen der Schilddrüse (M. Basedow, Hashimoto)
Überfunktion der Nebenschilddrüsen (primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus)
Neubildungen der Nebennieren (gut- und bösartig)
Erkrankungen mehrerer endokriner Drüsen (MEN I und MEN IIa und MEN IIb)
Eine Schilddrüsenoperation wird durchgeführt, wenn die Schilddrüse aufgrund von Erkrankungen wie Schilddrüsenkrebs, gutartigen Knoten, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) behandelt werden muss. Bei einer Schilddrüsenoperation werden entweder Teile der Schilddrüse oder die gesamte Schilddrüse entfernt, je nach der Art der Erkrankung und dem Befund.
Je nach Art und Ausmaß der Erkrankung gibt es verschiedene Arten der Schilddrüsenoperation:
Totale Thyreoidektomie:
Bei dieser Operation wird die gesamte Schilddrüse entfernt. Dies ist häufig der Fall bei Schilddrüsenkrebs oder diffuser Vergrößerung der Schilddrüse, die keine andere Behandlung zulässt.
Bei dieser Operation wird nur eine Hälfte der Schilddrüse entfernt, häufig bei gutartigen Knoten oder wenn nur eine Seite der Schilddrüse betroffen ist.
Eine Schilddrüsenoperation wird empfohlen, wenn:
Ein Schilddrüsenknoten bösartig ist oder das Risiko einer Entartung besteht.
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) nicht durch Medikamente oder Radiojodtherapie kontrolliert werden kann.
Ein Kropf zu groß wird und Beschwerden wie Schluckbeschwerden, Atemnot oder Halsdruck verursacht.
Die Schilddrüsenoperation wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Eingriffsgröße zwischen 1 und 2 Stunden. Der Chirurg macht einen Schnitt im Halsbereich, um an die Schilddrüse zu gelangen. In den meisten Fällen wird die Operation minimal-invasiv durchgeführt, wobei kleine Schnitte verwendet werden, um die Heilungszeit zu verkürzen.

Verfahren
Nach Entfernung des betroffenen Schilddrüsengewebes wird die Wunde vernäht. In manchen Fällen kann ein Drainageschlauch für einige Stunden oder Tage zur Ableitung von Flüssigkeiten eingelegt werden.

Nach der Operation:
Nach der Schilddrüsenoperation erfolgt eine Überwachung im Krankenhaus, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen wie Blutungen, Infektionen oder Probleme mit den Stimmbändern auftreten. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts variiert, beträgt jedoch meist 1 bis 2 Tage bei unkomplizierten Eingriffen.
Nach der Operation erfolgt eine Phase der Erholung, die je nach Umfang des Eingriffs unterschiedlich lange dauern kann. Die meisten Patienten können nach einer Schilddrüsenoperation nach etwa 1-2 Wochen wieder zu normalen Aktivitäten zurückkehren.
Kontrolle der Schilddrüsenwerte: Nach der Entfernung eines Teils oder der gesamten Schilddrüse sind regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenhormone notwendig, um eine eventuelle Unterfunktion frühzeitig zu erkennen.
Die Schilddrüsenoperation ist eine gängige und sichere Methode zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Sie wird häufig durchgeführt, um Krebs, Knoten oder Vergrößerungen der Schilddrüse zu behandeln. Bei rechtzeitiger Diagnose und entsprechender Therapie sind die meisten Patienten nach der Operation in der Lage, ein normales Leben zu führen. Die regelmäßige Nachsorge ist entscheidend, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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Andreas Pieper, Julia Neuhaus
Ärzte für Augenheilkunde
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